IMSAI 8080

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IMSAI 8080
Floppy-Disk-Einheit

Der Mikrocomputer IMSAI 8080 war ein früher Personal Computer mit Intel-8080-Mikroprozessor und S-100-Bus, der seit 1975 vom US-Unternehmen IMSAI, einer Abkürzung für Information Management Science Associates, Incooperated,[1] hergestellt wurde.

Da der IMSAI vollständig kompatibel mit seinem stärksten Konkurrenten MITS Altair 8800 war, sind die technischen Details identisch. Der IMSAI hatte lediglich ein anderes Design mit großen roten und blauen Schaltern sowie ein stärkeres Netzteil. Als Betriebssystem verwendete er eine stark veränderte CP/M-Version namens IMDOS.

Der Preis des Bausatzes betrug anfangs 439 US-Dollar, wurde aber wegen der großen Nachfrage auf 499 Dollar erhöht. Zwischen 1975 und 1979 wurden etwa 17.000 bis 20.000 Einheiten produziert.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 1972 hat William Millard die Geschäfte von seiner Privatwohnung gestartet. 1973 gründete er IMS Associates und schloss mehrere Software-Verträge ab. 1974 gab es einen wichtigen Vertrag mit General Motors, die mehrere Workstations mit Peripherie, teils mit Festplatten, bestellten. Zu dieser Zeit wurde der neue Intel 8080 angekündigt, zuvor gab es den sehr einfachen Intel-4004-Prozessor. Am 16. Dezember 1975 wurden die ersten IMSAI-8080-Bausätze ausgeliefert.

Im Oktober 1979 meldete IMSAI Konkurs an. Der Markenname IMSAI wurde an die Firma Fisher-Freitas verkauft.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen IMSAI 8080 benutzte die Hauptfigur David L. Lightman im Spielfilm WarGames – Kriegsspiele aus dem Jahr 1983.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jonathan Littman: Once Upon a Time in Computerland: The amazing Billion Dollar tale of Bill Millard's Computerland empire. 1987, ISBN 978-0-671-70218-2
  • Paul Freiberger, Michael Swaine: Fire in the Valley – The Making of the Personal Computer. ISBN 978-0-07-135892-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: IMSAI 8080 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Computer History Museum: Artifact Details. Abgerufen am 19. November 2015.