Ignaz Reiss

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Ignaz Reiss

Ignaz Reiss (* 1899 in Ostgalizien; † 4. September 1937 bei Lausanne, Schweiz) war ein sowjetischer Spion und Dissident.

In seiner Funktion als Leiter eines sowjetischen Geheimdienstnetzwerkes brach er 1937 angesichts der Moskauer Prozesse mit Stalin. Er wandte sich an den holländischen Trotzkisten Hendricus Sneevliet, damit dieser wiederum Interna über die Methoden, Verfahrensweisen und Ziele des NKWD an Leo Trotzki weitergab und ihn warnte, dass seine Ermordung bevorstünde. Außerdem äußerte er am 18. Juli in einem Brief an das Zentralkomitee in Moskau seine Kritik an der Partei und erklärte seinen Beitritt zur von Trotzki geführten, in Entstehung begriffenen Vierten Internationale. Er wurde im Auftrag des sowjetischen Geheimdienstes NKWD in der Schweiz entführt; in der Nacht vom 3. auf den 4. September 1937 wurde er auf einer Lausanner Chaussee durch mehrere Kugeln hingerichtet. Die mit ihm befreundete Agentin Gertrud Schildbach hatte ihn im Auftrag der NKWD in eine Falle gelockt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]