Ikeda Eisen

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Oiran: Eisen und van Gogh

Ikeda Eisen (japanisch 池田 英泉, eigentlich Ikeda Yoshinobu (池田 義信), weitere Künstlernamen: Hokugo (北華), Hokutei (北亭), Ippitsuan (一筆庵), Kakō (可候), Keisai (渓斎), Kokushunrō (国春楼), Mumeiō (無名翁); geb. 1791 in Edo; gest. 20. August 1848) war ein japanischer Maler, Holzschnitt-Künstler und Illustrator der Ukiyoe-Richtung während der späten Edo-Zeit.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ikeda Eisen war der Sohn des Kalligrafen Ikeda Shigeharu und lebte in Edo. Er war zunächst Schüler des nicht sehr bedeutenden Malers Kanō Hakkeisai (狩野 白珪斎), dann des nur drei Jahre älteren Ukiyoe-Künstlers Kikugawa Eizan (菊川 英山, 1787–1867). Als Ukiyoe-Künstler war er aktiv in der Busei- und Tempō-Ära, also in den Jahren zwischen 1818 und 1844.

Er war ein sprunghafter, unausgeglichener, produktiver Künstler, der sich auf Bilder schöner Frauen (美人画, Bijin-ga), Erotika und Landschaften konzentrierte. Darunter sind auch die Landschaften, die er für Hiroshiges „Neunundsechzig Stationen des Kiso Kaidō“ (木曽街道六十九次, Kiso Kaidō rokujūkyū tsugi) schuf. Seine Bilder schöner Frauen sind charakterisiert durch gedrungene Gestalten, breite Hälse und runde Schultern. Ein Beispiel für diesen Typ ist das Werk mit dem Titel „Oiran“ (花魁) in der Sakai-Sammlung, das van Gogh kopierte.

Eisen war Autor des „Zoku Ukiyo-e Ruiko“ (続浮世絵類考), eine Zusammenfassung verschiedener Bücher zur Geschichte des Ukiyo-e. Bekannter ist noch die Neufassung unter dem Titel „Geschichten eines namenlosen alten Mannes“ (無名翁随筆, Mumeiō zuihitsu) aus dem Jahr 1833. – Ikedas Arbeiten reichen in ihrer Erscheinung von stilvoll und elegant bis leicht vulgär. Oft sind sie hastig ausgeführt und etwas oberflächlich.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blatt 30: Von Shiojiri bis zum Suwa-See. Im Hintergrund die Burg Takashima
  2. a b Erotisches Buch „Schnee am Berg Fuji“. „Fuji“ mit den gleichlautenden Zeichen 婦慈 = „Frauenliebe“ wiedergegeben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. Noma (Hrsg.): Keisai Eisen. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 796.
  • Tazawa, Yutaka: Ikeda Eisen. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3.
  • Laurance P. Roberts: Eisen. In: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ikeda Eisen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Ikeda der Familienname, Eisen der Vorname.