Ilex abscondita

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Ilex abscondita
Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Stechpalmenartige (Aquifoliales)
Familie: Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae)
Gattung: Stechpalmen (Ilex)
Art: Ilex abscondita
Wissenschaftlicher Name
Ilex abscondita
Steyerm.

Ilex abscondita ist eine seltene Stechpalmenart, die im Nationalpark Serranía La Neblina in Venezuela endemisch ist.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilex abscondita ist ein Strauch oder kleiner Baum, der eine Höhe von 3 bis 5 Meter erreicht. Die 5 bis 9 cm langen und 4 bis 6 cm breiten Blätter sind halbledrig, breit eiförmig, breit gerundet am Apex und keilförmig an der Basis. Sie sind ganzrandig, unbehaart und an der Unterseite mit schwarzen Punkten bedeckt. An der Mittelrippe sowie an den Seitennerven befinden sich auf der Blattoberseite Furchen mit einer feinen flaumigen Behaarung. Die glatten Blattstiele sind 7 bis 13 mm lang. Der achselständige, seitlich angeordnete männliche Blütenstand besteht aus drei Blüten. Der achselständige weibliche Blütenstand besteht aus einer einzelnen Blüte. Blütenstandsachse und Blütenstiele sind fein behaart. Die Fruchtstiele sind 6,5 bis 11 mm lang. Die eiförmigen jungen Früchte sind 7 bis 9 mm lang und haben einen Durchmesser von 6 mm.

Vorkommen und Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ilex abscondita wurde 1984 an den südlichen Hängen des Cañon Grande in 1.900 m Höhe im Nationalpark Serranía La Neblina im Bundesstaat Amazonas im südlichen Venezuela entdeckt. Außerhalb dieser Region wurde diese Art bisher nicht nachgewiesen.

Ilex abscondita wird von der IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Das Verbreitungsgebiet umfasst eine Fläche von weniger als 100 km².

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstbeschreibung durch den amerikanischen Botaniker Julian Alfred Steyermark wurde 1988 veröffentlicht.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julian Alfred Steyermark: Flora of the Venezuelan Guayana - IV. In: Annals of the the Missouri Botanical Garden. Band 75, 1988. Seite 311–351. Online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ann. Missouri Bot. Gard. 75(1): 320 (1988)