Infrarotgalaxie

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Eine Infrarotgalaxie strahlt mehr Energie im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums aus als bei allen anderen Wellenlängen zusammen.

Je nach Leuchtkraft im Wellenlängenbereich 8 bis 1000 µm werden solche Galaxien in leuchtkräftige (über 1011 Sonnenleuchtkräfte, Abkürzung LIRG), ultraleuchtkräftige (über 1012, ULIRG) und hyperleuchtkräftige (über 1013, HLIRG) Infrarotgalaxien eingeteilt. Ihre Leuchtkraft im Infrarot kann mehr als das Hundertfache der Leuchtkraft im sichtbaren Licht betragen. Ihre Energiequellen sind zahlreiche junge Sterne in Starbursts und, besonders bei den leuchtkräftigsten Objekten, Materieeinfall auf ein Schwarzes Loch in einem aktiven galaktischen Kern.

Infrarotgalaxien im nahen Universum wurden in großer Zahl von IRAS entdeckt. Zu den bekanntesten Infrarotgalaxien gehören Messier 82 und Arp 220. Seit den 1990er Jahren kennt man aus Aufnahmen im mittleren Infrarot und im Sub-mm-Bereich auch Infrarotgalaxien im frühen Universum.

Literatur[Bearbeiten]

  • D.B. Sanders, I.F. Mirabel: Luminous Infrared Galaxies, Annual Review of Astronomy and Astrophysics 34, S. 749 (1996)