Infrarotzielsystem

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Infrarotzielsystem-Sensor auf einer Suchoi Su-27
Typhoon mit EuroFIRST PIRATE, auf der Backbordseite vor dem Cockpit. Im Hintergrund Hitzeflimmern durch die Abwärme des Flugzeuges.

Ein Infrarotzielsystem (englisch infra-red search and track, IRST) ist ein auf Kampfflugzeugen installiertes militärisches Gerät mit der Aufgabe, Infrarotstrahlung emittierende Objekte (z. B. Flugzeuge und Hubschrauber) zu entdecken und zu verfolgen.[1]

Das Infrarotzielsystem arbeitet mit der Forward Looking Infrared (FLIR)-Technik (Wärmebildkamera). Es ist passiv, das heißt, es sendet keine Strahlen. Dies ermöglicht es dem System, ein Ziel unbemerkt zu erfassen und mit infrarotgelenkten Raketen anzugreifen. Bei der radargestützten Feuerleitung ist dies aufgrund der hohen Verbreitung von Radarwarnsystemen, die die bei dieser Methode zwangsläufig ausgesendete Radarstrahlung detektieren und sogar deren Quelle lokalisieren können, kaum mehr möglich.

Allerdings wird es wie alle optische Sensoren durch schlechte Wetterbedingungen in seiner Effektivität eingeschränkt. Außerdem ist die Reichweite eines Infrarotsystems viel geringer als bei Radarsystemen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eden, Paul ed. The Encyclopedia of Modern Military Aircraft. London: Amber Books Ltd, 2004. ISBN 1-904687-84-9
  • Kinzey, Bert. F-106 Delta Dart, in Detail & Scale. Fallbrook, CA: Aero Publishers, 1983. ISBN 0-8168-5027-5.
  • Sweetman, Bill and Bonds, Ray. The Great Book of Modern Warplanes. New York, New York: Crown Publishers, 1987. ISBN 0-517-63367-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Infra-red search and track – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mahulikar, S.P., Sonawane, H.R., & Rao, G.A.: (2007) "Infrared signature studies of aerospace vehicles", Progress in Aerospace Sciences, v. 43(7-8), pp. 218–245.