Ingrid Schramm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ingrid Schramm 2017

Ingrid Schramm (Ingrid Nagl-Schramm; * 20. Mai 1956 in Wien) ist eine österreichische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingrid Schramm wuchs in Wien auf und besuchte das Gymnasium in der Haizingergasse in Wien Währing, deren Direktorin Minna Lachs prägend für ihr Leben wurde. Ihre Ermutigung, jeder könne im Leben sein Ziel erreichen, wenn er es nur wirklich wolle, wurde zum Leitsatz für sie. Nach der Matura in einer Döblinger Klosterschule lebte Ingrid Schramm ein Jahr in Paris. Nach ihrer Rückkehr studierte sie Graphik an der Akademie der Angewandten Kunst. Mehrere Jahre später nahm sie bei dem polnischen Maler Marek Kubski Unterricht in Ölmalerei.

1976 inskribierte sie an der Universität Wien. Sie studierte zunächst Rechtswissenschaft, danach Theaterwissenschaft und schloss dieses Fach 1985 mit einem Doktorat ab. Während ihres Studiums begann sie beim „Börsen-Kurier“ als Musik-Kritikerin, und wechselte zur Finanz, nachdem die Kulturseite eingestellt wurde. Sie arbeitete als Redakteurin im „Kurier“, bei „Die ganze Woche“ und im ORF-Fernsehen. Seit 1992 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Österreichischen Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek tätig.

Am 21. Juni 2017 wurde ihr im Palais Niederösterreich der Titel Professorin verliehen. Dieser Titel wurde Ingrid Schramm für ihre langjährige wissenschaftliche Tätigkeit in der Österreichischen Nationalbibliothek sowie ihr Engagement als Autorin und Künstlerin zuerkannt.

Sie ist seit dem Jahr 2000 mit Brigadier i. R. Alfred Nagl verheiratet, Zeremonienmeister der Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1964 und 1976.

Schramm ist Mitglied des Österreichischen PEN-Club, der IG Autorinnen und der Mörderischen Schwestern. Ingrid Schramm wurde 2016 vom Bundespräsidenten der Titel Professorin verliehen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hilde Spiel – Weltbürgerin der Literatur Hg. mit Hans A. Neunzig, Wien, Zsolnay 1999
  • György Sebestyén – Der donauländische Kentaur Hg. mit Anna Sebestyen, Graz, Styria 2000
  • Axel Corti – Filme, Texte, Wegbegleiter Hg. mit Robert Neumüller und Wolfgang Stickler. Weitra, Bibliothek der Provinz 2003
  • Die Traumspur, Roman Edition Vabene 2002
  • Tausend Rosen für Miss Tausendsassa (Einakter) (Uraufführung 2007)
  • Die Liebespriesterin, Roman. Wien, Edition Vabene 2009
  • Gott erhalte, Gott bewahre ... Eine Feenfarce (Uraufführung 2011)
  • Hilde Spiel und der literarische Salon Hg. mit Michael Hansel, Innsbruck StudienVerlag 2011
  • Der Olympia Nagl – Festschrift zum 100. Geburtstag von Brigadier i. R. Alfred Nagl. Hg. 2015
  • Schweig still, Weib! Ein Streifzug durch die finstere Welt des Patriarchats, 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]