Iris Romen

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Iris Romen (* in Maastricht, Niederlande) ist eine niederländische[1] Sängerin, Multiinstrumentalistin und Songwriterin, die in Berlin lebt.[2]

Leben und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iris Romen wuchs auf in Maastricht, wo sie an der Musikhochschule Maastricht bis 2001 Jazz/Gesang studierte.[3] Von 2002 bis 2009 war sie Sängerin der Aachener Band Señor Torpedo, für welche sie auch die Songtexte schrieb und mitkomponierte. 2004 zog sie nach Berlin, wo sie 2005 bis 2006 samstagsabends regelmäßig zum Schwoof in Clärchens Ballhaus auftrat mit ihrer „Ballhausband“. Im selben Haus gab sie in dessen Spiegelsaal akustische Konzerte, bei denen sie ihr breites Repertoire von Brecht/Weil bis Johnny Cash zu Gehör brachte.

2006 lernte sie nach einem Konzert mit ihrer Swing-Band im White Trash (Berlin) die Musikerinnen Trinity Sarratt und April Walz kennen, die sie einluden, bei The Runaway Brides Kontrabass zu spielen und gelegentlich zu singen. Parallel singt Iris Romen immer wieder als Gastsängerin – unter anderem bei Andrej Hermlin & His Swing Dance Orchestra, Mark Scheibe und Ray Collins' Hot-Club sowie, mit Gelegenheitsbands, für die niederländische Botschaften in Tansania und Peru. 2008 brachte sie einen Sohn zur Welt, den sie alleine erzieht. Von 2009 bis 2012 spielte Iris Romen solo, begleitet ihre Stimme selbst am Kontrabass, Fender Rhodes und gelegentlich mit akustischer Gitarre.

2010 lernte sie über ein Johnny-Cash-Tributekonzert in Regensburg, bei dem sie den Part der June Carter übernahm, den Musiker und Produzenten Johnny Bluth (von der Band The Johnny Trouble Trio aus Stuttgart) kennen, mit dem es musikalisch so sehr klickte, dass sie beschloss, ihr Debütalbum in dessen großenteils analogen Studio (Running Gun Recordings) aufzunehmen. Drei Songs des Albums wurden von Mischkah Wilke in Berlin aufgenommen, der ebenfalls ein analog ausgerichtetes Studio betreibt (Kozmic Sound).

Ende 2010 entdeckte sie Michael Rank (Chet Records) bei einem Solokonzert in München und beschloss, sie bei Chet Records unter Vertrag zu nehmen. Am 24. August 2012 fand im Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus eine CD-Präsentation statt. Die „Initiative Musik“ hieraufhin beschloss im Oktober 2012, die Promotion des Albums mit einem Fördergeld zu bezuschussen.

Vintage Gal Hour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. April 2013 brachte sie ihr selbstkomponiertes englischsprachiges Debütalbum „Vintage Gal Hour“ (Chet Records) heraus.[4] Produziert wurde das Album von Johnny Bluth und Iris Romen selbst. Iris Romens Musik auf dem Album bezieht sich auf den Zeitgeist der 50er/60er Jahren, wobei sich der Stil ihrer Songs querbeet durch verschiedene Stile zieht. Live spielt sie seit Dezember 2012 mit ihrer Band Iris Romen & Her All-Star Friends, die besteht aus Julius Conrad („twang“ Gitarre), Dalai Cellai (Cello) und Sascha „Bachi“ Bachmann (Schlagzeug).

Ben Becker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yoyo Röhm, der langjährige musikalischer Weggefährte des Schauspielers Ben Becker, engagierte sie im Mai 2012 als feste Kontrabassistin und Background-Sängerin in dessen Band zum Konzertprogramm „Den See“.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vintage Gal Hour (2013) (Chet Records)

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Señor Torpedo - Through Night Scenes (2003)
  • Down South - One On One (2003)
  • Andrej Hermlin And His Swing Dance Orchestra - I Hear Music (Billie Holiday tribute) (2007)
  • We Wanna Be From Sweden (2009)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde Iris Romen zusammen mit Marc Schmolling mit dem Berlin Jazz Award ausgezeichnet.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • http://www.irisromen.com/ – offizielle Homepage

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Iris Romen Zu Gast im radioeins Studio (Memento vom 2. Juli 2013 im Webarchiv archive.is)
  2. Musik – Iris Romen (Memento vom 2. Juli 2013 im Webarchiv archive.is)
  3. Schwoof und Sternenstaub. In: www.tagesspiegel.de. Abgerufen am 8. August 2016.
  4. Thomas Winkler: Rückkehr der Naivität. In: www.taz.de. 2. Mai 2013, abgerufen am 8. August 2016.
  5. Marc Schmolling und Iris Romen gewinnen den Jazz Award Berlin 2008. Abgerufen am 8. August 2016 (de-de).