Isidore Singer

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Isidore Singer (eigentlich Isidor Singer, * 10. November 1859 in Mährisch Weißkirchen, Mähren; † 20. Februar 1939 in New York City, New York) war ein österreichisch-amerikanischer jüdischer Schriftsteller und Lexikograph.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isidore Singer studierte von 1872 bis 1882 an der Universität Wien, eine Promotion ist nicht nachweisbar. Daneben studierte er in Wien angeblich am rabbinischen Seminar, vermutlich auch in Berlin. 1885/86 publizierte er die Allgemeine Oesterreichische Literaturzeitung und arbeitete als Sekretär für den französischen Gesandten in Wien. 1887 ging er mit diesem nach Paris, wo er in der Presseabteilung des Außenministeriums arbeitete. Singer wandte sich schon früh gegen den Antisemitismus und gab 1893/94 die Zeitschrift La Vraie Parole heraus, die sich gegen Antisemitismus wandte und Alfred Dreyfus verteidigte.

1895 zog er nach New York. Dort brachte er das Geld für die Jewish Encyclopedia zusammen, die er von 1901 bis 1906 in zwölf Bänden herausgab. Von seinen zahlreichen weiteren enzyklopädischen Vorhaben konnte er jedoch nur wenige verwirklichen, so die International Insurance Encyclopedia (1909).

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin, Wien und der Antisemitismus. 1882.
  • Presse und Judenthum. 1882.
  • Sollen die Juden Christen Werden? 1884.
    • Sollen die Juden Christen werden? 2. Auflage. Frank, Wien 1884 (Digitalisat)
  • Briefe berühmter christlicher Zeitgenossen über die Judenfrage, Wien: Frank 1885.
  • Die Beiden Elektren – Humanistische Bildung und der Klassische Unterricht. 1884.
  • Auf dem Grabe Meiner Mutter. 1888.
  • Le Prestige de la France. 1889.
  • La Question Juive. 1893.
  • Anarchie et Antisémitisme. 1894.
  • Der Juden Kampf ums Recht. 1902.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]