Iwan-Rogow-Klasse

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Projekt 1174
Iwan Rogow 1982

Iwan Rogow 1982

Schiffsdaten
Land SowjetunionSowjetunion (Seekriegsflagge) Sowjetunion
RusslandRussland (Seekriegsflagge) Russland
Schiffsart Landungsschiff
Bauwerft Jantar, Kaliningrad
Bauzeitraum 1978 bis 1990
Gebaute Einheiten 3
Dienstzeit 1978 bis 2006
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
157,5 m (Lüa)
Breite 23,8 m
Tiefgang max. 6,7 m
Verdrängung Standard: 11.580 t
maximal: 14.860 t
 
Besatzung 239 Mann
Maschinenanlage
Maschine 2 × M-8K Turbinen
Maschinen-
leistung
2 × 13.000 PS (9.561 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
20 kn (37 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
  • 1 × 2 76-mm-L/59 AK-726
  • 4 × 1 30-mm-L/54 AK-630M
  • 1 × 2 Startvorrichtung für Osa-M Boden-Luft-Raketen
  • 1 × 20 Rohre 122-mm für BM-22 Raketen
  • 4 × 4 Starter für Strela-3
Ausstattung
Hubschrauber

4 × Ka-29

Landungsboote

3 × Projekt 1206

Projekt 1174, mit dem Decknamen „Nosorog“ (russisch Носорог; deutsch für Nashorn, NATO-Bezeichnung: Ivan-Rogov-Klasse), war eine Klasse von großen Landungs- und Dockschiffen der Sowjetunion, die im Kalten Krieg entwickelt wurde.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubschrauberlandeplattform und geöffneter Hangartür am Aufbau, darunter die hintere Laderampe am Rumpf.

Projekt 1174 war eine Klasse amphibischer Dockschiffe und bot Unterbringungsmöglichkeiten für entweder ein verstärktes Bataillon der Marine-Infanterie (bis zu 500 Mann und ihre gepanzerten Soldatentransporter plus zehn PT-76 amphibische leichte Panzer) oder ein Panzerbataillon der russischen Marineinfanterie. Jedes Schiff führte bis zu vier Kamow Ka-25 Hormone oder Kamow Ka-29 Kampf- und Transporthubschrauber in einem Hangar im Innern der Hauptaufbauten mit, der vorne und hinten Landeplattformen besaß, mit Zugang von vorne über eine Rampe und von hinten über die großen Hangartore. Es gab auch eine Bugrampe zwischen nach außen zu öffnenden Toren, die zur Benutzung durch amphibische Fahrzeuge vorgesehen war. Am Heck befand sich ein flutbarer Dockschacht. Dieser hatte eine Länge von 79 Metern und war beim Dockschachttor 13 Meter breit. Es konnten drei Luftkissenboote des Projekts 1206 (Lebed-Klasse) oder Landungsboote des Projekts 1176 aufgenommen werden.

Obwohl Projekt 1174 auch eine Buglandungsklappe besaß, was normalerweise die Geschwindigkeit von Landungsschiffen einschränkt, ist sie schneller als jedes vergleichbare westliche Schiff, wie die britische Fearless-Klasse als Beispiel.

Bewaffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewaffnung war auf die Flugabwehr ausgerichtet, wobei 4 Starter für Strela-3 Raketen und die vier 30-mm-AK-630 Kanonen Kurzstreckenabwehr erlaubten, während ein Osa-M Doppelstarter auf dem Deck vor dem Deckaufbau zur Abwehr von Flugzielen in mittlerer Entfernung ausgelegt war. Der 122-mm-BM-22 Raketenwerfer konnte Feuerschutz für eine amphibische Landung geben. Der 76-mm-L/59 AK-726 Geschützturm konnte Ziele zur See und an Land in mittleren Entfernungen beschiessen.

Zuladung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LKW, PKW und BMP-1 Schützenpanzer 1986 auf dem Oberdeck der Ivan Rogow.

Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Schiff wurden zwischen 1976 und 1990 in Kaliningrad gebaut. Alle waren nach Helden der Sowjetunion aus dem Krieg benannt:

  • Iwan Rogow, Kiellegung 1976, Stapellauf 1978, Außerdienststellung 1996
  • Aleksander Nikolajew, Kiellegung 1980, Stapellauf 1982, Außerdienststellung 1997
  • Mitrofan Moskalenko, Kiellegung 1989, Stapellauf 1990, Außerdienststellung 2012

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ю.В.Апальков: Корабли ВМФ СССР. Том IV – Десантные и минно-тральные корабли. Sankt Petersburg, 2007, ISBN 978-5-8172-0135-2. (russisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iwan-Rogow-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ю.В.Апальков: Корабли ВМФ СССР. Том IV – Десантные и минно-тральные корабли. Sankt Petersburg, 2007, ISBN 978-5-8172-0135-2, S. 16