PT-76

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PT-76
PT 76 7 DOW TBiU 12.jpg

Polnischer PT-76B (1971)

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3
Länge 6,91 m
Breite 3,14 m
Höhe 2,20 m (Turm Oberseite)
Masse 14,0 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 20 mm
Hauptbewaffnung 1 × 76,2-mm-Kanone D-56T
Sekundärbewaffnung 1 × 7,62-mm-Maschinengewehr SGMT
Beweglichkeit
Antrieb Sechszylinder-Reihenmotor W-6
176 kW (240 PS)
Federung Drehstabfederung
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h (Land), 10 km/h (Wasser)
Leistung/Gewicht 12,6 kW/t (17 PS/t)
Reichweite 300 km

Der PT-76 (russisch ПТ-76, плавающий танк, Plawajuschtschi Tank oder Objekt 740), ist ein leichter Schwimmpanzer, der 1952 in der Sowjetarmee eingeführt wurde; Lizenz- bzw. Nachbauten erfolgten in China und der Tschechoslowakei. Der PT-76 wurde an über 25 Länder geliefert und überwiegend in Aufklärungseinheiten eingesetzt. Er gehörte auch zur Erstausstattung der NVA der DDR.

Beschreibung[Bearbeiten]

PT-76[Bearbeiten]

Sowjetischer PT-76 beim Ungarischen Volksaufstand
PT-76-Wrack mit reaktiver Schlitzmündungsbremse

Seinen Stärken hinsichtlich Schwimmfähigkeit ohne Vorbereitung, Geschwindigkeit und Beweglichkeit standen eine Reihe von Schwächen gegenüber. Der PT-76 hatte zur Gewichtsreduzierung nur eine schwache Panzerung und leichte Bewaffnung mit beschränktem vertikalem Schwenkbereich – um die Fahrzeughöhe zu begrenzen. Weder Nachtsichtausrüstung noch ABC-Schutz waren für das Modell vorgesehen. Als Hauptbewaffnung diente eine 76-mm-Kanone D-56T mit einer maximalen Schussfrequenz von 15 Schuss in der Minute, bei einem Munitionsvorrat von 40 Granaten. Daneben war achsparallel ein 7,62-mm-MG SGMT eingebaut. Beide Waffen konnten während der Wasserfahrt eingesetzt werden. Angetrieben wurde der 14-Tonnen-Panzer durch einen 240-PS-Dieselmotor W-6 (praktisch ein halbierter Motor W-2), mit dem 45 km/h erreicht wurden. Das Laufwerk des PT-76 ist ein drehstabgefedertes Laufrollenlaufwerk mit sechs einteiligen Laufrollen pro Seite. Die Antriebsräder befinden sich am Heck, die Leiträder am Bug des Fahrzeuges. Die Gleiskette ist eine Gelenkkette mit zwei Führungszähnen, zwischen denen die Laufrollen laufen.

Im Wasser wurden zwei Wasserstrahlantriebe zugeschaltet, mit denen 10 km/h erreicht werden konnten. Am Bug des Panzers befindet sich ein hochklappbares Schwallbrett.

Die Besatzung bestand aus drei Soldaten.

Der PT-76 wurde fortlaufend modernisiert, so wurde die Kanone durch die modifizierte D-56TM ersetzt, die eine aktiv-reaktive Mündungsbremse und einen Rauchabsauger in der Rohrmitte hatte. Es wurde eine modernisierte Funkausrüstung eingebaut und der Panzer mit dem Nachtsichtgerät TDA ausgestattet.[1]

PT-76M[Bearbeiten]

Prototyp einer Verbesserung von 1950 (Objekt 740M) für die sowjetische Marineinfanterie: größere Wasserverdrängung, Nachtsichtgerät, ABC-Schutz, Motor W-6M mit 300 PS. Kanone D-56TS mit 2-Ebenen-Stabilisator STP-2P „Sarja“.[1] Das Fahrzeug wurde nie in Serie produziert und die Marineinfanterie erhielt an seiner Stelle reguläre PT-76B, die mit Schnorcheln ausgerüstet werden konnten.[2]

PT-76B[Bearbeiten]

Zwei PT-76B bei der Wasserfahrt

Der ab 1958 produzierte PT-76B (Objekt 740B) entsprach dem Vorgängermodell. Teile der Kampfwertsteigerung aus dem PT-76M wurden umgesetzt. Er war mit der stabilisierten D-56TS-Kanone (2-Ebenen-Stabilisator STP-2P „Sarja“) ausgerüstet, die eine höhere Genauigkeit aufwies. Als Folge der verbesserten Waffenanlage war der Turm mit 2,32 Metern rund 15 cm höher und das Gesamtgewicht stieg um 200 kg auf 14,2 Tonnen. Der Motor W-6 mit 240 PS Leistung wurde beibehalten. Weiterhin wurde der PT-76B mit einer Kernwaffenschutzanlage und einem zusätzlichen internen Tank ausgerüstet sowie wiederum verbesserte Elektronik verbaut. Ein Teil der PT-76B erhielt eine Startausrüstung für die PALR „Maljutka“ an der Turmrückseite.[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Das PT-76-Laufwerk diente als Basis für verschiedene andere gepanzerte Kettenfahrzeuge. Unter anderem für den SPw 50P -PK und -PU; für die taktischen Raketen-Startrampen 2K1 Mars und 2K6 Luna wurde es mit Stützrollen modifiziert.

Einsätze (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Technische Daten nach:  A. W. Karpenko, Rudi Meier (Hrsg.): Sowjetisch-Russische Panzer. 1905–2003. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2004 (Originaltitel: Обозрение отечественной бронетанковой техники (1905–1995 гг.), übersetzt von Rudi Meier), ISBN 3-933395-44-5, S. 214–217, DNB 97087877X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  A. W. Karpenko, Rudi Meier (Hrsg.): Sowjetisch-Russische Panzer. 1905–2003. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2004 (Originaltitel: Обозрение отечественной бронетанковой техники (1905–1995 гг.), übersetzt von Rudi Meier), ISBN 3-933395-44-5, S. 214–217, DNB 97087877X.
  2. „enemyforces.net“ Private Webseite

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: PT-76 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien