Jöriseen

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Jöriseen
Jöriseen.jpg
Blick auf die Jöriseen von Nordwesten
Geographische Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Abfluss Jöribach → LandquartRhein
Ufernaher Ort Davos, Klosters-Serneus, Susch
Daten
Koordinaten 793181 / 183928Koordinaten: 46° 46′ 43″ N, 9° 58′ 7″ O; CH1903: 793181 / 183928
Jöriseen (Kanton Graubünden)
Jöriseen
Höhe über Meeresspiegel 2489 m ü. M.
Fläche 9,7 ha
Länge 520 m
Breite 315 m
Umfang 1,6 km
Einzugsgebiet 8,5 km²
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-UMFANGVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-EINZUGSGEBIET

Die Jöriseen (zum Personennamen Jöri für ‚Georg[1]) sind eine Gruppe von Bergseen südöstlich von Davos und nördlich des Flüelapasses im Kanton Graubünden in den schweizerischen Alpen. Der grösste See befindet sich auf einer Höhe von 2489 m ü. M. Die Jöriseen sind im Sommer ein beliebtes Wanderziel.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kugelpanorama von den Jöriseen
Als Kugelpanorama anzeigen

Die Bergseen am Ende des Jöritals gehören zur Gebirgsgruppe der Silvretta und befinden sich auf dem Gemeindegebiet von Klosters-Serneus (1205 m). Im Süden werden sie vom Flüela Wisshorn (3085 m), im Osten vom Muttelhorn (2825 m) und im Nordwesten vom Jörihorn (2844 m) sowie vom Gorihorn/Isentällispitz (2985 m) eingefasst. Der Zugang erfolgt über die Jöriflüelafurgga (2722 m) im Nordwesten, die Winterlücke (2785 m) im Südwesten, den Jöriflesspass (2558 m) im Südosten oder das Jörital im Norden.

Mit Wasser gespeist werden die Jöriseen unter anderem vom Jörigletscher, welcher auf der Nordflanke des Flüela Wisshorns liegt. Aus dem grössten See fliesst der Jöribach nordwärts durch das Jörital Richtung Klosters.

Talorte sind Davos, Klosters-Serneus und Susch. Häufige Ausgangspunkte sind Wägerhütta (2206 m) an der Flüelapassstrasse oder das Berghaus Vereina (1942 m).

Beliebte Rundtour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jöriseen gehören nicht nur für die lokale Tourismusorganisation Davos Klosters zu den Top-Attraktionen während den Sommermonaten.[2] Auch Schweiz Tourismus beschreibt die Wanderung als «sehr empfehlenswert».[3] Am häufigsten wird die Rundtour mit Start und Ziel bei der Postauto-Haltestelle Wägerhus/Abzw. Jöriseen an der Flüelapassstrasse beworben.

Die 11 km lange Rundwanderung dauert zirka fünf Stunden und ist eher für geübte Wanderer geeignet. Von der Haltestelle aus führt der Weg in nordöstliche Richtung bis zur Winterlücke. Danach folgt der Abstieg entlang des linken Gletscherrandes zu den Jöriseen. Der Rückweg führt hinauf zur Jöriflüelafurgga und von dort aus talwärts zum Wägerhus.[4] Der Rundgang kann auch umgekehrt in Angriff genommen werden.

Achtung: Die Route zwischen P. 2349 und der Winterlücke war bis Ende 2019 infolge eines Felssturzes gesperrt. Es gab keine alternative Strecke. Die beliebte Rundtour konnte demnach nicht begangen werden. Noch ist unklar, ob der Zugang im Sommer 2020 wieder geöffnet werden kann.

Zugang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegweiser bei den Jöriseen.

Sommerrouten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Via Jöriflüelafurgga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Via Winterlücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Wägerhütta (2206 m) an der Flüelapassstrasse (Postauto-Haltestelle Wägerhus/Abzw. Jöriseen)
  • Route: Über die Winterlücke (2785 m)
  • Als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 2½ Stunden
  • Bemerkung: Zugang via Winterlücke wegen Felssturzgefahr bis Ende 2019 gesperrt

Vom Berghaus Vereina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Berghaus Vereina (1942 m)
  • Route: Durch das Jörital
  • Als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 2½ Stunden

Via Jöriflesspass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Röven (1847 m)
  • Route: Alp Fless Dadaint, Jöriflesspass (2558 m)
  • Als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 2¼ Stunden

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landeskarte der Schweiz, Blatt 1197 Davos, 1:25'000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jöriseen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S. 95.
  2. Jöriseen Rundtour Website der Tourismusorganisation Davos Klosters. Abgerufen am 14. April 2020.
  3. Jöriseen Rundtour Website Schweiz Tourismus. Abgerufen am 14. April 2020.
  4. Jöriseen Rundtour Website der Tourismusorganisation Davos Klosters. Abgerufen am 14. April 2020.