Jürgen Heinrich Stutzinger

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Jürgen Heinrich Stutzinger (* 21. Dezember 1958 in Gelsenkirchen-Buer) lebt und arbeitet als transdisziplinärer Künstler im Ruhrgebiet.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, verbringt Stutzinger zunächst einige Jahre in Hamburg. In das Ruhrgebiet zurückgekehrt beginnt er im Jahr 1983 seine künstlerische Arbeit. Von Beginn an setzt sich diese mit der Dokumentation und den Inhalten gesellschaftlicher Prozesse auseinander. Sind seine großformatigen Objekte aus Glas, die so genannten Dokobs, auch immer zentraler Schaffenspunkt, bewegt sich der tranzdisziplinäre Künstler über die Jahre in den unterschiedlichsten Feldern ästhetischer Ausdrucksformen. Besteht für Stutzinger „am Grund nur Beziehung und Form“, bemüht er sich durch die Vernetzung von Menschen, Kunstformen und Wissenschaftsdisziplinen um eine Kunst voll Inhalt und Haltung. So ist eine deutliche Linie zu erkennen vom Aufbau des ersten Arbeits- und Aktionsortes „Ground Zero“ in einem Hochbunker in Marl-Sinsen Anfang der 80er Jahre über das Schaffen von Kurzfilmen, Audio- und Videoinstallation, dem Verlegen einer Kunstzeitung („Entrefilet“) und der Gründung der „Deutschen Kunst Manufaktur“ im Jahr 2009 bis hin zur Reanimation der Salon-Kultur, die er seit 2005 in seinem Wohn-Atelier zelebriert.

Das seit 1996 bestehende „Kybernetikon Ruhr“ verdeutlicht den Kern von Stutzingers künstlerischer Arbeits- und Seinsform. Als „soziale Skulptur in progress“ ist das Kybernetikon ein mit modernsten Kommunikationstechnologien erschaffendes mehrdimensionales Kunstwerk und Dokumentionsinstrument. Es versteht sich als gezielter Selbstabdruck einer bestimmten Region, dessen Knotenpunkt die Kunstschaffenden, die in dieser Region leben und arbeiten, sind.

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Sommerakademie Ruhr. 2010[1]
  • 2009: galerie nullneun
  • 2006: Ballkünstler-Künstlerball
  • 2002–2004: Mythos
  • 2001: Kunst zum Bürger II
  • 1998: Oberhausener Kurzfilmtage
  • 1996: Odyssee Love Hotel, Documentahalle
  • 1996: Dokumentarobjekte
  • 1988–1990: Die Kirschen der Freiheit

Ausstellungskataloge(Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Kirschen der Freiheit“, Texte: Andrea Baranski, Karin Clermont Herausgeber: Aktion gegen Krieg, Gelsenkirchen (1988)

„20 Jahre Quadrat – 20 Jahre Bottroper Künstler 1976-1996“, Redaktion: Ulrich Schuhmacher Herausgeber: Stadt Bottrop (1996)

„ballkünstler-künstlerball“, Herausgeber: Kunstverein Gelsenkirchen e.V. (2006)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilnahme Aphorismenwettbewerb 2016 - / Weisheit - Kritik - Kultur - Anthologie zum Aphorismenwettbewerb 2016. Brockmeyer Verlag, Bochum 2016, ISBN 978-3-8196-1028-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sommerakademie Ruhr. 2010@1@2Vorlage:Toter Link/www.ils-research.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF 1,8 MB)