Jacob Lurie

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Jacob Lurie (2005)

Jacob Alexander Lurie (* 7. Dezember 1977 in Washington D.C.) ist ein US-amerikanischer Mathematiker.

Lurie nahm als Schüler an der Internationalen Mathematikolympiade teil mit der Goldmedaille 1994 und gewann 1996 den Westinghouse-Science-Talent-Wettbewerb. Er studierte an der Harvard University mit dem Bachelor-Abschluss 2000 und erhielt im selben Jahr den Morgan-Preis für Undergraduates in Mathematik durch eine Arbeit über Liealgebren (On simply laced Lie algebras and their Miniscule Representations). 2004 wurde er am Massachusetts Institute of Technology bei Michael J. Hopkins promoviert (Derived Algebraic Geometry).[1] 2007 wurde er Associate Professor am MIT und 2009 Professor in Harvard.

Lurie entwickelte neue Methoden in der höheren Kategorientheorie bzw. Topos-Theorie (Infinity Categories verschiedener Stufe) und neue topologische Methoden in der algebraischen Geometrie in seiner Theorie der Derived Algebraic Geometry und wandte Methoden der algebraischen Geometrie in der Topologie an (z.B. elliptischer Kohomologie). Er wandte seine höhere Kategorientheorie auch auf die Klassifikation topologischer Quantenfeldtheorien (im Sinn von Michael Atiyah) an (Beweis der Kobordismus-Hypothese von John Baez, James Dolan). Er war Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress 2010 (Moduli problems for ring spectra). 2014 wurde ihm gemeinsam mit vier weiteren Mathematikern der Breakthrough Prize in Mathematics zugesprochen für seine Arbeiten in höherer Kategorietheorie und abgeleiteter algebraischer Geometrie und insbesondere für die Klassifikation vollständig erweiterter topologischer Quantenfeldtheorien und für seine modultheoretische Interpretation elliptischer Kohomologie.[2]

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathematics Genealogy Project
  2. Breakthrough Prize 2014