James LeBrecht

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James LeBrecht (* 9. Mai 1956 in New York, auch: Jim LeBrecht) ist ein US-amerikanischer Filmemacher, Sound Designer und Aktivist der Behindertenbewegung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James LeBrecht wurde im Bundesstaat New York mit einer Spina bifida geboren. Durch diese Behinderung kann er seine Beine nicht bewegen. Mit 14 Jahren besuchte er das Sommercamp Camp Jened, wo er weitere Teenager mit Behinderungen kennen lernte. Er fühlte sich dort angenommen und begann sich in der Behindertenbewegung zu engagieren.[1] Er wurde Mitglied von Disabled in Action und studierte später an University of California, San Diego, wo er an der Gründung des studentischen Behinderteninteressenvertretung beteiligt war. In seiner aktiven Zeit dort setzte er sich für Barrierefreiheit ein und gab Rechtsberatung.[2][3]

Nach dem College zog er nach Berkeley, Kalifornien, wo er sich am Zentrum für Independent living beteiligte. Gleichzeitig arbeitete er als Sound Designer. Zunächst arbeitete er am Berkeley Repertory Theater. In den 1980er Jahren kam er über ein Praktikum bei einer Firma für Post-Production zum Film. Insgesamt arbeitete er an über 145 Filmen mit einem leichten Fokus auf Dokumentarfilme, darunter Dragon – Die Bruce Lee Story (1993), Battlefield Earth – Kampf um die Erde (2000) Audrie & Daisy (2016) und Minding the Gap (2018).[4][5]

2020 war James LeBrecht zusammen mit Nicole Newnham den Dokumentarfilm Sommer der Krüppelbewegung für Netflix, der von dem Sommercamp handelte, das entscheidend zu seinem Empowerment beitrug. Exekutivproduzenten waren Barack Obama und Michelle Obama mit ihrer Produktionsgesellschaft Higher Ground. Der Film gewann den Zuschauerpreis beim Sundance Film Festival und ist für einen Oscar nominiert.[6][7]

James LeBrecht ist Mitbegründer der Berkeley Sound Artists und Koautor des Buches Sound and Music for the Theater: the art and technique of design (zusammen mit Deena Kaye).[8] Er ist außerdem Vorstandsmitglied des Disability Rights Education and Defense Fund.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ‘Crip Camp’ Directors Jim LeBrecht and Nicole Newnham Explain How They Worked With The Obamas. In: Decider. 27. März 2020, abgerufen am 24. April 2021 (amerikanisches Englisch).
  2. James LeBrecht - Disability Rights Education & Defense Fund. Abgerufen am 24. April 2021 (amerikanisches Englisch).
  3. Crip Camp: An Interview with Filmmaker Jim LeBrecht About Accessibility, Universal Design, and Spaces of Freedom. Abgerufen am 24. April 2021 (englisch).
  4. Meet James, Sound Designer | Gladeo. Abgerufen am 24. April 2021 (englisch).
  5. Jim LeBrecht. In: socialactionmedia.com. Abgerufen am 24. April 2021 (amerikanisches Englisch).
  6. ‘Crip Camp’ Directors Jim LeBrecht and Nicole Newnham Explain How They Worked With The Obamas. In: Decider. 27. März 2020, abgerufen am 24. April 2021 (amerikanisches Englisch).
  7. Kristen Lopez, Kristen Lopez: ‘Crip Camp’: Directors Jim LeBrecht and Nicole Newnham’s Documentary Uncovers a Forgotten History. In: IndieWire. 16. März 2020, abgerufen am 24. April 2021 (englisch).
  8. Crip Camp. In: IDA. 26. Januar 2018, abgerufen am 24. April 2021 (englisch).
  9. James LeBrecht, Filmmaker, Founder of Berkeley Sound Artists. In: Diversity Media Technology Alliance. 16. Mai 2019, abgerufen am 24. April 2021 (amerikanisches Englisch).