Japanisches Kulturinstitut

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Japanisches Kulturinstitut Köln

Das Japanische Kulturinstitut in Köln (jap. ケルン日本文化会館, kerun nihon Bunka Kaikan) ist eines von drei japanischen Kulturinstituten in Europa und liegt an der Universitätsstraße Nr. 98. Die beiden anderen Institute sind in Rom und Paris. Es ist das jüngste der derzeit vier ausländischen Kulturinstitute in Köln.

Bau und Geschichte[Bearbeiten]

Das Bauwerk wurde nach Plänen des Architekten Yoshimi Ohashi[1] aus Tokio, der traditionelle mit modernen Formen verbindet, von der japanischen Botschaft gebaut und 1969 eröffnet.[2] 1972 wurde es der Japan Foundation unterstellt, die ihrerseits zum japanischen Außenministerium gehört. Das Institut hat eine den gesamten deutschsprachigen Raum umfassende Aufgabe zur Vermittlung der japanischen Kultur.

Es bildet zusammen mit dem Museum für Ostasiatische Kunst am Aachener Weiher ein Gebäudeensemble. Die Architektur wurde aufeinander abgestimmt. Das zweistöckige Gebäude ragt von Stützen getragen über das Erdgeschoss vor. Es beherbergt Konferenz- und Vortragsräume sowie Einrichtungen zur Sprachvermittlung und eine Bibliothek. Eine Besonderheit war bis 1989 ein Japanzimmer, das dem Besucher etwas von der Atmosphäre Japans vermitteln sollte.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Bühnenkünste im japanischen Kulturinstitut

In den Räumen des Instituts sind regelmäßig Ausstellungen sowohl zeitgenössischer als auch traditioneller japanischer Kunst zu sehen. Das Kulturinstitut veranstaltet auch Konzerte sowie Bühnenvorführungen mit Japanbezug. Dabei bemüht es sich, das gesamte Spektrum von den traditionellen bis zu den zeitgenössischen Formen der Musik- und Theaterszene in Japan beispielhaft zu berücksichtigen. Aufgrund des in jüngster Zeit weltweiten Interesses an der japanischen Jugendkultur werden dabei vermehrt auch Projekte aus dem aktuellen Pop-, Rock- und Jazz-Bereich berücksichtigt.

Lesungen und Vorträge[Bearbeiten]

Das Kulturinstitut bemüht sich mit Lesungen darum, klassische wie neuere Werke der japanischen Literatur und Dichtung sowie Schriftsteller aus Japan vorzustellen. Aktuelle Themen aus den Bereichen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, vor allem solche, die gemeinsame Probleme in Japan und Deutschland aufgreifen, werden in Form von Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Symposien behandelt, und es werden Sprachkurse angeboten.

Filmabende[Bearbeiten]

Ein wichtiger Bestandteil des Veranstaltungsprogramms sind die Filmabende, die in der Regel zweimal wöchentlich stattfinden und Meisterwerke des japanischen Kinos in Deutschland vorstellen. Dabei werden Retrospektiven von berühmten japanischen Regisseuren, aber auch Filmreihen zu herausragenden Themen der japanischen Filmgeschichte gezeigt. Seit vielen Jahren arbeitet das Kulturinstitut mit Filmmuseen und kommunalen Veranstaltern im gesamten Bundesgebiet zusammen, die als Mitveranstalter diese Filmreihen in ihren Spielstätten präsentieren.

Bibliothek[Bearbeiten]

Die Bibliothek des Kulturinstituts enthält Informationsmaterial, Nachschlagewerke, Periodika und audiovisuelle Materialien über wissenschaftliche, gesellschaftliche und künstlerische Themen aus Japan oder mit Japanbezug und kann kostenlos genutzt werden. Die Sprachen der Materialien sind Japanisch, Deutsch oder Englisch.

Leitung[Bearbeiten]

Die Leitung des Hauses haben traditionell im deutsch-japanischen Kulturaustausch erfahrene Personen inne. Seit dem 30. März 2013 ist Tokiko Kiyota die Direktorin des Hauses.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Kierdorf (Hrsg.): Köln. Ein Architekturführer. Architectural Guide to Cologne. Reimer, Berlin 1999, Nr. 188, ISBN 3-496-01181-5.
  2. Willehad Paul Eckert: Köln. Stadt am Rhein zwischen Tradition und Fortschritt (DuMont Kunst-Reiseführer). Dumont Verlag, Köln 1976, S. 277.

50.9352055555566.9255388888889Koordinaten: 50° 56′ 7″ N, 6° 55′ 32″ O