Aachener Weiher

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Aachener Weiher mit Blick zum Colonius

Der Aachener Weiher ist ein künstlicher See im Kölner Inneren Grüngürtel. Er wurde zu Beginn der 1920er Jahre nach dem Generalplan des Städteplaners Fritz Schumacher auf Veranlassung des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer durch den Gartendirektor Fritz Encke auf dem Rayon des Inneren Festungsrings angelegt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Hiroshima-Nagasaki-Park in Richtung Norden zum Aachener Weiher

Die Anlage liegt links an der Aachener Straße, die bereits seit der Römerzeit als heute so genannte Via Belgica die Colonia Claudia Ara Agrippinensium mit Boulogne-sur-Mer (Gesoriacum) verbindet. Nach ihr ist der Weiher benannt. Zu den Straßen hin ist der Weiher mit einem mal mehr, mal weniger breiten Grünstreifen eingefasst. An der Westseite wird er durch die Innere Kanalstraße begrenzt. Die Ostseite trennt ein schmaler Grünstreifen von den Bahngleisen der linken Rheinstrecke, die hier im Bogen um die Innenstadt Kölns herumgeführt wird. Die Straße Zülpicher Wall, eine der Wallstraßen vor den ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauern, wird hier als Fußweg weitergeführt.

An der Südseite schließt sich bis zur Bachemer Straße der seit 2004 so benannte Hiroshima-Nagasaki-Park[1] an, der zuvor nur als „Grünfläche am Aachener Weiher“ bezeichnet wurde. Er ist nach dem Zweiten Weltkrieg wie viele andere Freiflächen in und um Köln mit Trümmerschutt in eine Hügellandschaft verwandelt worden. Zuvor war hier in der Zeit des Nationalsozialismus das Maifeld gelegen, ein Aufmarschplatz für etwa 200.000 Menschen. (→ Neustadt-Süd (Köln)#Aachener Straße und Belgisches Viertel)

Das Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiher hat einen Betonboden, der die Wasserversickerung verhindern soll. Er wird über einen geringen Zufluss aus dem Kölner Stadtwald gespeist, der über den Lindenthaler Kanal zugeführt wird. Die Wasserqualität ist wegen der geringen Tiefe und der starken Beanspruchung durch die Freizeitnutzung der Kölner problematisch, dennoch besteht eine Angelmöglichkeit über den Coelner Angel- und Gewässerschutzverein.[2]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park wird stark frequentiert und noch mehr das nah dem Weiher gelegene Wiesengelände. Hier finden im Sommer Grillpartys statt, die die Stadt mit Grillscouts zu Müllvermeidung anhalten will.[3] Die Stadt hat durch Aufstellen entsprechender Säulchen die Möglichkeit zum Slacklinen geboten. Das Gelände wird auch für Open-Air-Konzerte genutzt. Am Ufer ist der Aachener Biergarten mit 900 Plätzen geschaffen worden, dessen zeltüberdachter Teil mit 150 Plätzen auch im Winter geöffnet hat.[4][5]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum für Ostasiatische Kunst (Museumscafé)

Außer der unweit gelegenen Universität sind das Japanische Kulturinstitut und das Museum für Ostasiatische Kunst mit seinem Museumscafé und dem unmittelbar am Ufer gelegenen Japanischen Garten – zwei aufeinander abgestimmte Bauwerke japanischer Architekten – einen Besuch wert. Gegenüber kommt jenseits der Inneren Kanalstraße noch das Italienische Kulturinstitut mit dem der Universität zugeordneten Petrarca-Haus am Ende des Lindenthaler Kanals dazu.

Pflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer durch das städtische Grünflächenamt und den Anglerverein wird der Weiher ehrenamtlich durch die Kölner Grün Stiftung betreut, die für die Sanierung der vielen Kölner Grünanlagen Aktionen ins Leben ruft und Sponsoren sucht.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Link zum Kölner Friedensforum
  2. Vereinsseite
  3. Grillscouts in Köln (Kölner Stadt-Anzeiger vom 20. Juli 2014)
  4. Webseite des Biergartens
  5. Köln Magazin
  6. Grünstiftung, hier mit Beitrag zum Inneren Grüngürtel und Aachener Weiher

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aachener Weiher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 56′ 7″ N, 6° 55′ 39,7″ O