Jens Juel (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Selbstbildnis an der Staffelei (1766)
Landschaft beim Öresund (1800)

Jens Jørgensen Juel (* 12. Mai 1745 vermutlich in Balslev auf Fünen; † 27. Dezember 1802 in Kopenhagen) war ein dänischer Maler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jens Juel war Schüler Johann Michael Gehrmans in Hamburg, dann besuchte er die Königliche Kunstakademie in Kopenhagen.

1772 begab Juel sich von Kopenhagen auf eine längere Reise durch Deutschland bis nach Italien. Nach einem längeren Aufenthalt in Hamburg, reiste er nach Dresden, wo er bis 1774 bei Anton Graff studierte. Rom erreichte er vermutlich im Herbst 1774. Dort fertigte er unter anderem ein Portrait des dänischen Kollegen Nicolai Abildgaard an, das 1884 jedoch einem Brand zum Opfer fiel. Im Herbst 1776 reiste er von Rom weiter nach Paris. Von dort brach er im Sommer 1777 in die Schweiz auf. Dort malte er u.a. ein Portrait des Naturforschers Charles Bonnet. Daraufhin folgten zahlreiche Auftragswerke, sodass er erst im Dezember 1779 die Heimreise nach Kopenhagen antrat. Dort traf er im April 1780 ein.

In Kopenhagen wurde Jens Juel zunächst zum Hofmaler ernannt, 1782 zum Mitglied der Akademie und 1784 zum ausserordentlicher Professor ernannt. 1786 trat er die Nachfolgerstelle des Professors Johan Mandelberg an. In den Jahren 1795-97 und 1799–1801 war Jens Juel Direktor der Kunstakademie.[1]

Zu seinen deutschen Schülern gehörten Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge.

In Genf hatte Jens Juel sich mit der Dänin Susanne Holm verlobt, die im Oktober 1781, auf dem Weg nach Kopenhagen, jedoch in Kiel verstarb.

Im Februar 1790 heiratete er Rosine Dørschel, die Tochter des Schlossgärtners Christoffer Dørschel (1719–1782). Aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor, von denen die meisten in frühem Kindesalter starben. Zwei seiner Töchter heirateten nacheinander denselben Mann; den Maler Christoffer Wilhelm Eckersberg.

Juel starb Weihnachten 1802 und hinterließ seine Ehefrau mit dem gemeinsamen siebten Kind. Rosine Dørschel starb erst 1831.

Beerdigt wurde Jens Juel auf dem Friedhof Assistens Kirkegård in Kopenhagen.

Ehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972 bis 1993 zierte sein Jens Juels Selbstportrait eine 100 Kronen Banknote in Dänemark.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juel malte Porträts, unter denen die halblebensgroßen Kniestücke des Kupferstechers Clemens, Klopstocks und Christians VII. von Dänemark hervorzuheben sind, ferner Landschaften und Genrebilder.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jens Juel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jens Juel | Gyldendal - Den Store Danske. Abgerufen am 5. September 2017 (dänisch).