Jeronimo

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Jeronimo war eine deutsche Hard-Rock- und Rock-Band aus Frankfurt am Main.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe Jeronimo wurde 1969 von Rainer Marz (Gitarre), Gunnar Schäfer (Bass) und Ringo Funk (Schlagzeug) gegründet. Mit ihren ersten beiden Singles erzielten Jeronimo gleich europaweite Erfolge mit den Coverversionen Heya (1969, J.J. Light) und Na Na Hey Hey Kiss Him Goodbye (1970, Steam).

1970 erschien die in pinkfarbenem Vinyl gepresste LP Spirit Orgaszmus of Jeronimo and Creedence Clearwater Revival, die jeweils eine Seite mit Titeln von Jeronimo und eine Seite mit Songs von Creedence Clearwater Revival enthielt. Das Album wurde aufgrund der eigenwilligen Cover-Gestaltung (ein Penis ejakuliert die Musiker) zum Prototyp späterer Veröffentlichungen im Progressive-Genre.

1970 spielte Jeronimo auf dem ersten Burg-Herzberg-Festival, tourte gemeinsam mit Steppenwolf durch Deutschland und spielte auf verschiedenen Festivals, u. a. auf dem vom späteren Frankfurter Erfolgsproduzenten Peter Hauke (Nektar, Peter Maffay, Supermax) veranstalteten "Rock Circus Open Air" im Frankfurter Radstadion am 20./21. Juni mit The Byrds und Black Sabbath. Höhepunkt des Jahres war zuvor ein Auftritt auf dem – ebenfalls von Peter Hauke veranstalteten – legendären „Progressive Pop Festival Köln“ am 3./4, April, u. a. mit Deep Purple, Golden Earring, Tyrannosaurus Rex (später T. Rex), The Kinks, Barcley James Harvest, Procol Harum und weiteren Bands.

1971 tourte Jeronimo gemeinsam mit Deep Purple, der Gruppe Krokodil aus der Schweiz und Golden Earring aus den Niederlanden durch Schweden und die Schweiz. Ein Auftritt in Lausanne im Rahmen eines UNICEF-Projekts wurde 1971 weltweit im Fernsehen ausgestrahlt.

Trotz Erfolg löste sich die Band 1972 nach der Veröffentlichung von drei eigenen Alben und mehreren Tourneen auf. Schlagzeuger Ringo Funk wechselte zu Atlantis und Rainer Marz avancierte zu einem äußerst gefragten Studiogitarrist im Umfeld des inzwischen als Musikproduzent tätigen Peter Hauke. Außerdem wurde Marz festes Mitglied der Live-Band Supermax von Kurt Hauenstein.

1982 nahmen die Gründungsmitglieder ihren größten Erfolg Heya nochmals in neuen Versionen auf, die als Single (CBS) erschienen, aber erst im Jahr 2001 fanden die drei Musiker wieder zusammen. Seitdem erfolgten auch wieder gemeinsame Konzerte, u. a. am 16. Mai 2004 im Waldstadion Frankfurt.

Bereits im November 2000 hatte Ringo Funk die Rechte an sämtlichem Songmaterial von Jeronimo erworben. Im Anschluss wurde das Material digital gemastered und im Frühjahr 2002 auf vier CDs veröffentlicht. Im Jahre 2019 wurde zum fünfzigsten Jubiläum der Bandgründung eine auf 300 CDs imitierte spezielle Auflage von "Jeronimo" veröffentlicht.

Rainer Marz ist am 11. April 2016 verstorben. Die Todesanzeige findet sich in der Wetterauer Zeitung vom 16. April 2016.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Spirit Orgaszmus (mit Creedence Clearwater Revival)
  DE 6 15.04.1970 (6 Wo.)
Singles[1]
Heya
  DE 13 15.12.1969 (12 Wo.)
Na Na Hey Hey Kiss Him Goodbye
  DE 38 15.02.1970 (6 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: Spirit Orgaszmus of Jeronimo and Creedence Clearwater Revival (LP)
  • 1970: Cosmic Blues (LP)
  • 1971: Jeronimo (LP)
  • 1972: Time Ride (LP)
  • 2003: Best of Jeronimo (CD)
  • 2007: Timevision (DVD)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charts DE

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]