Joachim Matthaei

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Bethlehemkirche in Hamburg-Eimsbüttel

Joachim Matthaei (* 7. Mai 1911 in Lüneburg; † 30. Januar 1999 in Hamburg) war ein deutscher Architekt, Hochschullehrer, Autor, Maler und Bühnenbildner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthaei studierte von 1930 bis 1932 zunächst an der Technischen Hochschule Dresden und danach von 1932 bis 1935 an der Technischen Hochschule Berlin bei Hans Poelzig. Nach der bestandenen Diplom-Hauptprüfung war er Meisterschüler von Poelzig an der Berliner Kunstakademie. Von 1935 bis 1936 arbeitete er als Angestellter in den Staatshochbauämtern Berlin und Lüneburg. 1937 machte er sich selbstständig. Von 1939 bis 1945 leistete er seinen Militärdienst. Danach wirkte er als selbstständiger Architekt, bis 1953 in Sozietät mit Arnold Pinnekamp, in Lüneburg und Hamburg.

Matthaei wurde 1950 in den Bund Deutscher Architekten (BDA) und 1953 in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung berufen.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgebäude des Deutschen Rings in Hamburg

Der Schwerpunkt im architektonische Schaffen Matthaeis liegt offensichtlich in dem Entwerfen zahlreicher schlichter Zweckbauten der Nachkriegsjahre in Norddeutschland. Hier finden sich einige prominente Beispiele des moderner Architektur mit Klinkerfassaden, mit denen Matthaei seine Wohnhäuser in den Großsiedlungen der 1950er und 1960er Jahre, aber auch Kontor-, Kultur- und Sakralbauten - gegen den Trend der damaligen Zeit - versah.

Bauten und Entwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947–1948: Generalbebauungsplan der Stadt Lüneburg (mit Architekt Arnold Pinnekamp und Stadtbaurat Otto Kleeberg)
  • 1953: Musikpavillon und Gaststätte Rosenhof (mit Erich Schmarje[1]) zur Internationalen Gartenbauausstellung 1953[2] in Planten un Blomen, Hamburg
  • 1954: Entwurf zum Wiederaufbau des Südflügels des Museums Lüneburg
  • 1955–1959: Simeonkirche in Hamburg-Osdorf
  • 1956–1959: Bethlehemkirche in Hamburg-Eimsbüttel[3]
  • 1959–1968: Frauenklinik am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (zusammen mit Fritz Trautwein)
  • 1960–1962: Siedlung Hohenhorst in Hamburg-Wandsbek
  • 1962–1963: Ladenzentrum in der Siedlung Hohenhorst in Hamburg-Wandsbek
  • 1962–1964: Bürohochhaus der Versicherung Deutscher Ring in Hamburg (mit Heinz Graaf)
  • 1963: Schule zur Siedlung Hohenhorst in Hamburg-Wandsbek, Charlottenburger Straße
  • 1964: Christuskirche in Norderstedt-Garstedt
  • 1969–1970: ADAC-Haus Hamburg (mit Albrecht Elschner, F. C. Fischer und Horst von Bassewitz)
  • 1969–1975: Bauten in der Großsiedlung Hamburg-Steilshoop
  • 1973–1976: Neubau für das Café Kröpcke in Hannover (mit Horst von Bassewitz und Albrecht Elschner)[4]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joachim Matthaei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Schmarje (* 20. November 1892 in Hamburg; † 10. Januar 1961 in Hamburg) war ein deutscher Architekt; siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Hamburg-Fuhlsbüttel
  2. Karl Passarge (Hrsg., Vorwort): Internationale Gartenbau-Ausstellung Hamburg 1953. Ludwig Schultheis Verlag, Hamburg 1953. (WorldCat.org)
  3. Denkmalschutzamt Hamburg (Hrsg.), Karin Berkemann: „Baukunst von morgen!“ Hamburgs Kirchen der Nachkriegszeit. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937904-60-3, Seite 49.
  4. Abbildung des Café Kröpcke auf www.architekturarchiv-web.de