Jodocus Prüm

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Jodocus Prüm

Jodocus Prüm (* 22. September 1807 in Wehlen; † 27. März 1876 in Klausen) war ein deutscher Winzer und Stifter.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prüm wurde als das zwölfte Kind von Johann Philipp Prüm (1765–1809) und Maria Schander geboren. Er war ledig und widmete sein Vermögen vorrangig sozialen und kulturellen Zwecken.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jodocus hatte 12 Geschwister, von denen die Hälfte bereits im Kindes- bzw. Jugendalter starb. Von seinen Geschwistern heiratete nur Matthias Prüm (1835–1890), dessen Kinder eine Vielzahl berühmter Weingüter (u.a. Joh. Jos. Prüm und Weins-Prüm) begründeten.

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1842 ließ er die Wehlener Sonnenuhr erbauen[1], die als später weltberühmte Weinbergslage und Symbol für hervorragende Weine zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Dorfes Wehlen beigetragen hat. Sie wurde als damals hilfreiche Zeit-Anzeige für Winzer und Weinbergarbeiter erbaut. Im selben Jahr ließ er auch die “Zeltinger Sonnenuhr” errichten.

Alte Kirche Wehlen (um 1930)
  • 1864 erbaute er den „Inkarter Brunnen“ zur Erinnerung an den 1627 durch Pest vernichteten Ortsteil Inkart und das sogenannte “Joducusbrünnchen” auf dem “Mooskopf”.
  • 1868–1870 ließ er das abgebrannte ehemalige Kapuzinerkloster „Zur heiligen Familie“ in Bernkastel als Kranken- und Waisenhaus wieder aufbauen.
  • 1871 legte er in Wehlen den Grundstein für den Umbau der „Alten Kirche“ zu Armenwohnungen, der mit Hilfe seines Vermögens von den Erben ausgeführt wurde.
  • 1871–1873 errichtete er in Kautenbach für die katholische Kirchengemeinde das Expositurkirchlein „Maria Himmelfahrt“.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarkophag Jodocus Prüm

Am 27. März 1876 stirbt Jodocus Prüm in Klausen. Er wurde in Wehlen in der „Alten Kirche“ beerdigt. Dort steht in der Krypta sein Sarkophag, den er sich zu Lebzeiten herstellen ließ.

Jodocus Prüm Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinen Ehren haben die Urenkel seines Bruders Mathias Prüm, Jost Prüm und Eckart Prüm am 22. September 2007 zu seinem 200sten Geburtstag die „Jodocus Prüm“ Stiftung ins Leben gerufen[2].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mach es wie die Sonnenuhr. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 23. September 2007, S. 62.
  2. Jodocus Prüm Stiftung. Abgerufen am 5. Juni 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Prüm: Jodocus Prüm. Abgerufen am 30. Mai 2016.