Johan Christian Moberg

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Johan Christian Mobergs Grabstein auf dem Norra kyrkogården in Lund

Johan Christian Moberg (* 11. Februar 1854 in der Församling Solberga, Gemeinde Skurup, Malmöhus län; † 30. Dezember 1915 in Lund) war ein schwedischer Paläontologe und Geologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moberg beendete die Schulzeit 1873 in Malmö und studierte anschließend an der Universität Lund. Dort wurde er 1884 promoviert. 1885 wurde Moberg zum Dozenten und 1900 zum Professor der Geologie und Mineralogie ernannt.

Während der Winter zwischen 1884 und 1887 hatte Moberg die Dienststelle für Paläontologie an der Schwedischen Geologie-Behörde (SGU) inne. Dort nahm er zwischen 1882 und 1896 auch an Feldarbeiten teil. Moberg unternahm mehrere Studienreisen im In- und Ausland und gab eine Reihe von Abhandlungen und Aufsätze über paläontologisch-stratigraphische Themen heraus, darunter Arbeiten über die chronostratigraphischen Systeme Kambrium, Ordovizium, Silur, Unterjura und Kreide.

Moberg untersuchte mehrfach die Fauna und Zoneneinteilung des kambrisch-silurischen Systems und veröffentlichte die Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.

1897 wurde er Mitglied der Königlich Physiographischen Gesellschaft in Lund, 1911 der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften und Ehrenmitglied der Dänischen Geologischen Vereinigung. Darüber hinaus war Moberg Ehrenvorsitzender in dem von ihm im Jahre 1892 gestifteten Geologischen Feldclub Lund (Lunds geologiska fältklubb). 1912 wurde er Mitglied der Paläontologischen Gesellschaft.[1]

Moberg starb 1915 in Lund und liegt auf dem Norra kyrkogården begraben.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geologisk vägvisare inom Fågelsångstrakten (1896)
  • Om lias i sydöstra Skåne (Vetenskapsakademiens handlingar, neue Ausgabe, Band 22, Nr. 6)
  • Cephalopoderna i Sveriges kritsystem (SGU, Nr. 63 und 73)
  • Beskrifning till kartbladet Sandhammaren (SGU, Aa Nr. 110)

Auf mineralogischem und petrographischem Gebiet:

  • Bidrag till kännedomen om Steenstrupin
  • Untersuchungen über die Grunsteine des westlichen Blekinge und der angrenzenden Theile Schonens.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paläontologische Zeitschrift 1, Heft 1, März 1914