Johann Christoph Sachse

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Johann Christoph Sachse (* 13. August 1762 in Cobstädt, Landkreis Gotha; † 20. Juni 1822 in Teplitz-Schönau[1], Böhmen) war ein deutscher Schriftsteller und Bibliotheksdiener unter Johann Wolfgang von Goethe in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Christoph Sachse wurde als Sohn des Johann Georg Sachse, der im Siebenjährigen Kriege Commissär der Truppen (u. a. der Armee des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg) war, und der Barbara Elisabeth, geb. Böhnhardt, geboren und am Tage seiner Geburt wegen Schwachheit notgetauft.

Sachses ausgedehnte Wanderungen durch Deutschland und die Niederlande, veranlassten ihn, seine Erlebnisse in dem Buch Der Deutsche Gil Blas oder das Leben, Wanderungen und Schicksale Johann Christoph Sachses, eines Thüringers im Jahre 1822, wenige Wochen vor seinem Tode, zu veröffentlichen. Da Sachse ab 1800 als Bibliotheksdiener in der Weimarer Bibliothek arbeitete, war er mit Goethe bekannt, der zu dem genannten Buch das Vorwort schrieb.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der deutsche Gil Blas oder Leben, Wanderungen und Schicksale Johann Christoph Sachses, eines Thüringers / von ihm selbst verfaßt. Eingeführt von Goethe. Neuausgabe nach dem Text der Erstausgabe von 1822 mit einem Nachwort von Wulf Segebrecht. Winkler, München 1983. (books.google.de)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Lerche: Goethe und die Weimarer Bibliothek. Leipzig 1929, S. 52 ff.
  • Wulf Segebrecht: Nachwort in Der deutsche Gil Blas oder Leben, Wanderungen und Schicksale Johann Christoph Sachses, eines Thüringers / von ihm selbst verfaßt. Eingeführt von Goethe. Neuausg., nach dem Text der Erstausg. von 1822. München: Winkler, 1983, S. 227 ff.
  • Peter Lahnstein: Report einer „guten alten Zeit“ – Zeugnisse und Berichte 1750–1805. dtv 1290, 1977, S. 268–270
  • Françoise Knopper, Wolfgang Fink: Die Naturprosaisten Johann Kaspar Steube und Johann Christoph Sachse. In: Françoise Knopper, Wolfgang Fink: Das Abseits als Zentrum. Autobiographien von Aussenseitern im 18. Jahrhundert. Universitätsverlag, Halle-Wittenberg 2017, S. 359–386.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sterbematrik Teplitz-Schönau, Bd. 19, 1801–1848, fol. 255: 'gestorben den 20., begraben den 22. Juny 1822, Herr Johann Christoph Sachse, Diener an der großherzoglich weimarischen Bibliothek zu Weimar, Evangelischer Religion, verheiratet, 63 Jahre alt, starb an Lungenlähmung, begraben durch August Fritsch, Caplan