Johann Hauler

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Johann Hauler (* 9. Oktober 1829 in Oberrimsingen; † 9. August 1888 in Trautmannsdorf an der Leitha) war ein österreichischer klassischer Philologe und Lehrer deutscher Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Hauler besuchte das Gymnasium in Freiburg im Breisgau und studierte anschließend klassische und romanische Philologie, zunächst an der Universität Bonn bei Friedrich Wilhelm Ritschl und Friedrich Gottlieb Welcker, dann in Freiburg bei Theodor Bergk und schließlich in Paris. Während seines Studiums wurde er 1851 Mitglied der Burschenschaft Teutonia Freiburg. 1855 wurde er in Freiburg mit der Dissertation De Theocriti vita et carminibus promoviert und als Lehrer für Alte Sprachen und Französisch an das deutsche Gymnasium in Ofen berufen, wo 1859 sein Sohn Edmund geboren wurde. 1860 wurde Hauler nach Wien versetzt, wo er als Oberlehrer zunächst am Theresianum, ab 1862 am Akademischen Gymnasium arbeitete. 1877 wurde er Direktor des Staatsgymnasiums Wien II., 1880 Mitglied des Landesschulrats für Niederösterreich.

Hauler war ein Vorkämpfer des Vereins „Mittelschule“ und des Französischunterrichts. Sein Lateinisches Übungsbuch erschien bis 1938 in 32 Auflagen, die von verschiedenen Fachkollegen bearbeitet wurden (darunter auch sein Sohn Edmund Hauler).

1934 wurde die Haulerstraße in Wien-Alsergrund (9. Bezirk) nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Iwan von Müller: Johann Hauler. In: 'Biographisches Jahrbuch für Altertumskunde, 12. Jahrgang (1889), S. 17–19
  • Hauler Johann. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1959, S. 214.
  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 2: F–H. Heidelberg 1999, S. 258–259.

Weblinks[Bearbeiten]