Johannes Herbert Schroeder

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Johannes Herbert Schroeder (* 1939) ist ein deutscher Geologe.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schroeder studierte von 1959 bis 1964 Geologie (und Betriebswirtschaft) an der Universität Tübingen. 1968 promovierte er an der George Washington University und war nach Rückkehr nach Deutschland wissenschaftlicher Assistent und Assistenzprofessor für Sedimentologie und Meeresgeologie an der Technischen Universität Berlin. Während dieser Zeit bereitete er seine Habilitation vor. Er war regelmäßig zu Forschungsaufenthalten in den USA, so 1965 bis 1968 und 1971/72 an der Biologischen Forschungsstation auf den Bermudas (Entstehung und Struktur von Riffen), er forschte am Great Barrier Reef und 1969/70 forschte er in der Antarktis (wofür er 1974 die Antarctic Service Medal der USA erhielt). Später war er viel in Ostafrika. 1978 wurde er am Fachbereich „Bergbau und Geowissenschaften“ der TU Berlin zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Von 1982 und 1987 übernahm er in Vertretung von Eugen Seibold den Lehrstuhl für allgemeine und marine Geologie an der Universität Kiel und an der TU Berlin den Lehrstuhl für Geologie. 1987 nahm er die Professur für das Fachgebiet Sedimentologie und Quartärgeologie an der TU Berlin an.

Schroeder war maßgeblich an der geologischen Erforschung Nordostafrikas beteiligt (Kenia, Sudan, Somalia, Ägypten), sowohl an Land als auch als Meeresgeologe. Er befasste sich mit Natursteinen, speziell in der Erfassung der Natursteine an Berliner Gebäuden ab den 1990er Jahren, und regionaler Geologie in Brandenburg, wo er verschiedene Geoparks mit initiierte und beriet (Geopark Eiszeitland am Oderrand, Museumspark Rüdersdorf, Naturpark Märkische Schweiz). 1991 bis 1997 und 1999 bis 2013 war er 1. Vorsitzender und Gründer des Vereins Geowissenschaftler von Berlin und Brandenburg e. V., ab 1999 dessen Ehrenmitglied und Leiter von dessen Selbstverlag.

2008 gestaltete er die Informationstafel am Eiszeitgarten in Buckow (Märkische Schweiz).

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herausgeber: Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin : gesteinskundliche Stadtbummel zwischen Alexanderplatz und Großem Stern, Berlin, 2. Auflage 2006
  • Herausgeber: Steine in deutschen Städten : 18 Entdeckungsrouten in Architektur und Stadtgeschichte, Berlin 2009
  • mit Gerda Schirrmeister: Naturwerksteine auf dem Campus der Technischen Universität Berlin, Berlin 2010
  • Herausgeber mit Kristine Asch: Naturwerksteine in Deutschland : Vorkommen und Geologie, Ulm: Ebner 2006
  • Herausgeber: Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg, mehrere Bände, Berlin, Verlag Geowissenschaftler von Berlin und Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Preisträger 1999-2007 DGG