Johannes Roth (Zoologe)

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Forschungsreisenden Johannes Roth. Zum Pfarrer und Liedermacher siehe Johannes Matthias Roth; zu anderen Personen siehe Johann Roth.

Johannes Rudolf Roth (* 4. September 1815 in München; † 26. Juni 1858 in Hasbeya am Berg Hermon, Libanon) war ein deutscher Zoologe und Forschungsreisender.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roth war der Sohn des Juristen und königlich bayerischen Staatsrats und Oberkonsistorialpräsidenten Friedrich von Roth (1780–1852) und der Katharina Merkel (1792–1842).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Heimatstadt studierte er an der Universität München die Fächer Medizin und Naturwissenschaften.

Seinen Lehrer Gotthilf Heinrich von Schubert (1780–1860) begleitete er 1836/1837 auf dessen Forschungsreise nach Ägypten und Palästina. Ab 1839 bereiste er Ostindien und die nördliche Westküste Afrikas zwecks naturwissenschaftlicher Forschungen. In den Jahren 1841/1842 hielt er sich in Dschibuti auf.

Im Jahr 1843 wurde er Professor für Zoologie an der Universität München. Seit 1846 war er außerordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1852 unternahm er eine zweite und 1856 eine dritte Reise nach Palästina. Auf dieser letzten Reise starb er mit knapp 37 Jahren in Hasbeya.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haim Goren: Johannes Rudolf Roth – Ein Leben für die Palästinaforschung. In: Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes. Band 5. 1997, S. 22f.
  • G. H. von Schubert: Vermischte Schriften, mit Nachträgen zu des Verfassers Selbstbiographie. Palm & Enke, Erlangen 1857–1860.
  • Viktor HantzschRoth, Johannes. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 53, Duncker & Humblot, Leipzig 1907, S. 530–533.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]