Johannes Schaedlich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Johannes Schaedlich

Johannes Schaedlich (* 5. Mai 1957 in Bad Sachsa, Niedersachsen) ist ein deutscher Jazz-Bassist und Komponist.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaedlich studierte Orchestermusik in Karlsruhe und Mannheim. Dann schloss sich ein Jazz-Studium an der Musikhochschule Hamburg an. Die Anfänge seiner musikalischen Laufbahn gehen zurück auf Geigenunterricht als Kind im Alter von sieben Jahren; als Jugendlicher (seit ca. 1972) spielte er (zunächst autodidaktisch) E-Bass in Rock-, Soul- und Fusion-Bands. Noch während des Klassik-Studiums zu Beginn der 1980er Jahre begann er, auch als Jazz-Kontrabassist auf sich aufmerksam zu machen; als E-Bassist wirkt er seither in diversen Latin- und Soul-Formationen mit.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ging mit Lee Konitz auf drei Tourneen und war an einer Produktion der hr-Bigband beteiligt. Weiterhin arbeitete er mit vielen namhaften Musikern wie Enrico Pieranunzi, Adam Nussbaum, Tony Lakatos, Keith Copeland, Pony Poindexter u. v. a. Schaedlich ist auch auf diversen Plattenaufnahmen zu hören – unter anderem mit Lee Konitz, Hal Galper, Janusz Stefański, Bobby Shew, Freddy Santiago, Wolfgang Lauth, Doug Raney, Keith Copeland, Anke Helfrich und Nicole Metzger. Festivalauftritte führten ihn u. a. nach San Sebastian, Luzern, Wien, Heidelberg, Leverkusen, Vannes (Frankreich), Mannheim, St. Ingbert u. v. m. Er war in Europa, den USA, in Russland, Kirgisistan und Vietnam auf Gastspielreisen. 2003 tourte er im Auftrag des Goethe-Institutes durch acht Länder Westafrikas (von Senegal bis Kamerun). Unter dem Namen Johannes Schaedlich REAL JAZZ leitet er mehrere Ensemble-Projekte, darunter eine Trio-Formation mit Bob Degen (piano) und Jens Biehl (drums).

Lehrtätigkeit und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 wurde Schaedlich mit seinem Ensemble als beste ausländische Band beim Nachwuchswettbewerb des „JAZZALDIA“-Festivals in San Sebastian (Spanien) ausgezeichnet. Er erhielt den Förderpreis des Internationalen Jazz-Workshop Trier und den 1. Preis des Jazz-Solisten-Wettbewerbs Rheinland-Pfalz.

Seit 1995 ist er zeitweise Lehrbeauftragter der Jazz-Abteilung der Musikhochschule Mannheim/Heidelberg für Kontrabass und E-Bass. Er ist auch als Juror bei Jazz-Wettbewerben der Bundesländer Rheinland/Pfalz und Hessen tätig.

Zurzeit lebt Schaedlich in Frankenthal (Pfalz).

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rössler/Goos Band mit Hal Galper und Janusz Stefanski (Spygel Records)
  • City West Quartet – First Bite Live (Brambus Records)
  • The European Jazz Guitar Orchestra (EJO) (Jardis Records)
  • Oliver Strauch City Lights – City by City with Lee Konitz (Blue Concept)
  • Lee Konitz with Oliver Strauch Group & Peter Decker – friend lee (GLM/ Edition Collage, 1996)
  • Jens Bunge Sextet – It’s A Beautiful World! (Mons Records)
  • Nicole Metzger Quartett – Nicole Metzger sings Gershwin (Blue Concept)
  • Christian Eckert Quartet – Double You (A-Records/Challenge Records)
  • Markus Fleischer Quartett feat. Keith Copeland – Let’s Call It a Day (zyx music, 2002)
  • Christoph Schoepsdau – New York Mass (Zebe Publishing Berlin, 2003)
  • Ernie Hammes Sextet – Night Light – Live at the L’Inoui (zyx music, 2003)
  • Uli Partheils Playtime – Musikgeschichten (mit Texten von Eduardo Galeano), (Deutsche Büchergilde, 2005)
  • Lucas Heidepriem Trio – Next Return (in+out records, 2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]