John Densmore

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John Densmore, Kopenhagen 1968

John Densmore (* 1. Dezember 1944 in Santa Monica, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Musiker. Ab 1965 war Densmore Schlagzeuger der Rockband The Doors bis zu deren Auflösung im Jahr 1973.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Densmore wuchs in Los Angeles auf und lernte schon früh das Klavierspielen. Darüber hinaus nahm er Unterricht in Schlagzeug und Perkussion-Instrumenten. Nach dem Santa Monica City College studierte er an der California State University in Northridge Musik unter dem Jazz-Cellisten Fred Katz.

Mitte der 1960er Jahre trat Densmore dem Gitarristen Robby Krieger in einer Band namens The Psychedelic Rangers bei. Kurz darauf begann er mit dem Keyboarder Ray Manzarek, dessen beiden Brüdern sowie Jim Morrison zu proben. Die Gruppe nannte sich Gruppe Rick & the Ravens, hielt aber nicht lange durch. Als die Manzarek-Brüder eigene Wege einschlugen, gründeten Densmore, Krieger, Manzarek und Morrison 1965 The Doors.

„Als Schlagzeuger hatte Densmore ein kreatives, dynamisches Flair, das sich für die surreale, kaleidoskopische Musik der Doors eignete“ heißt es auf der Rock'n'Roll Hall of Fame Webseite zu Densmore. Und 2010 beschrieb das Modern Drummer Magazine Densmores Ride-Cymbal-Arbeit als eine der markantesten im klassischen Rock: „Densmore favorisierte einen schlanken, klaren Stil in Wohlfühlrhythmus.“ Er selbst fühlte sich stark vom Jazz-Drummer Elvin Jones beeinflusst.[1]

Nach dem Tod Morrisons war er an der Neuauflage der Band (The Doors of the 21st Century), die Manzarek und Krieger mit dem Sänger Ian Astbury gegründet hatten, nicht beteiligt. Im Gegenteil, er verklagte seine früheren Bandkollegen wegen Verletzung der Namensrechte an The Doors und erreichte im Juli 2005 vor dem Superior Court in Los Angeles eine Verfügung, die Manzarek und Krieger den weiteren Gebrauch des Bestandteils „Doors“ im neuen Bandnamen verbot. Seitdem tourte die Band unter dem Namen Riders on the Storm.

Densmores eigene neue Band namens Tribal Jazz, mit der er zu seinen Wurzeln im Jazz zurückkehrte, veröffentlichte ihr Debütalbum 2006.[2] 2013, dem Todesjahr Manzareks, erschien Densmores Buch The Doors Unhinged, in em er seine Sicht des Streits mit seinen früheren Kollegen schildert. [3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Densmore: Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors. Hannibal Verlag, Höfen 2001, ISBN 978-3-85445-066-5 (Originalausgabe: Riders In The Storm - My Life With Jim Morrison And The Doors)
  • John Densmore: I hope I die before I get old. Doors-Schlagzeuger John Densmore mag bei dem Ausverkauf von Pop-Klassikern nicht mitmachen. Rolling Stone, Deutsche Ausgabe, Januar 2003

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: John Densmore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel von John Densmore in der LA Times
  2. Tribal Jazz bei discogs.com
  3. The Doors’ John Densmore Talks About the Band’s Ugly, Six-Year Feud bei rollingstone.com