Josef Bergenthal (Maler)

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Porträt von Josef Bergenthal (heute im Heinrich-Lübke-Haus)

Josef Bergenthal, auch Joseph Bergenthal, (* 1821 oder 1827 in Sundern; † 1887 in Philadelphia) war ein deutscher Maler. Er wanderte später in die USA aus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn des aus Schmallenberg stammenden Ackermannes Anton Bergenthal, genannt Schroer, und dessen Ehefrau Maria geboren Thüsing. Josef Bergenthal hatte fünf Geschwister. Im Jahr 1834 verstarb seine Mutter und acht Jahre später sein Vater. Er besuchte zunächst die Volksschule. Welchen Beruf er danach zunächst erlernte und ausübte ist unbekannt. Bergenthal fiel wegen seines Zeichentalentes auf und konnte zwischen 1846 und 1855 an der Kunstakademie in Düsseldorf studieren. Seine Lehrer haben besonders seine Fähigkeit zur Tierdarstellung gerühmt. Im Jahr 1849 kehrte er nach Sundern zurück. Der Hauptgrund war wohl, dass er sich der politischen Verfolgung durch die preußische Polizei entziehen wollte, hatte er sich doch 1848 an der Revolutionsbewegung beteiligt. Während seines Aufenthaltes in Sundern entstanden unter anderem drei Altarbilder für die St. Rochuskapelle. Auch eine Reihe von Porträts, darunter ein Selbstbildnis, entstanden dort. Eine Reihe seiner Bilder wurden später übermalt, so dass nur noch wenige erhalten sind. Im Jahr 1863 wanderte er in die USA aus. Dort soll er Direktor an der Kunstakademie von Philadelphia gewesen sein. Neuere Forschungen konnten dies nicht belegen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Birgit Gropp: Künstlerbiographien. In: Kunst im Sauerland. Beiträge zur Kulturgeschichte Südwestfalens. Schmallenberg-Holthausen, 2009 ISBN 978-3-941100-72-5 S.191
  • Michael Senger: Josef Bergenthal. In: Schmallenberger Sauerland Almanach 2002, S. 135 - 137
  • De Suerlänner Jg.1965 S.26