Joseph Engelmann

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Joseph Engelmann (* 28. Mai 1783 in Bacherach; † 13. September 1845 in Wachenheim) war ein deutscher Verleger und Buchhändler.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Engelmann war der Sohn von Erasmus Theodor Engelmann (1730–1802), einem reformierten Inspektor und Anna Margaretha Hartmann (1742–1825). Einer seiner Brüder war Julius Bernhard Engelmann (1773–1844), der Vater von George Engelmann. Sein Neffe war Theodor Erasmus Hilgard.

Joseph Engelmann erhielt seine Ausbildung wahrscheinlich in Frankfurt am Main. Als Jakob Christian Benjamin Mohr (1778–1854) und Johann Georg Zimmer (1777–1853) 1805 in Heidelberg den Verlag Mohr & Zimmer gründeten, siedelte Joseph Engelmann nach Heidelberg über und übernahm die Geschäftsführung der Druckerei. Der Verlag erhielt am 9. Juni 1807 von Großherzog Karl Friedrich das Privileg zu Einrichtung und Führung einer Druckerei in Heidelberg, dem am 22. Juni 1807 das Privileg folgte der Verlagsbuchhandlung eine Druckerei anzugliedern. Der Verlag übertrug das Druckereiprivileg schließlich am 25. Februar 1808 an Joseph Engelmann. Zu den ersten von ihm gedruckten Werken gehört ein Band der Sammlung Des Knaben Wunderhorn.

Ab 1812 baute Joseph Engelmann einen eigenen Verlag auf, der Reise- und Kunstbücher herausgab. Am 24. Juli 1816 heiratete er in Grünstadt Friedrike Tenner (* 1796). Krankheitsbedingt musste Joseph Engelmann seinen Verlag 1839 aufgeben. Sein Buchhandlung wurde 1844 vom aus Karlsruhe stammenden Friedrich Fabel übernommen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Carlebach: Joseph Engelmann. Buchdrucker und Verlagsbuchhändler in Heidelberg, „der Drucker der Heidelberger Romantik“ 1807–1828. In: Festgabe zum 50jährigen Bestehen des Badisch-Pfälzischen Buchhändler-Verbandes. C. F. Müller, Heidelberg 1925, S. 197–222.
  • Friedrich Strack (Hrsg.): Heidelberg im säkularen Umbruch (= Deutscher Idealismus. Bd. 12). Klett-Cotta, Stuttgart 1987, ISBN 3-608-91445-5, S. 130–137.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]