Jost Schmithals

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Jost Schmithals (* 1959 in Essen) ist ein deutscher Kirchenmusiker, Chorleiter und Organist.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jost Schmithals studierte Evangelische Kirchenmusik und Künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Köln. Er legte dort seine staatlichen Diplomprüfungen in diesen beiden Fachrichtungen ab und studierte außerdem an der Ruhr-Universität Bochum Musikwissenschaft und Mathematik.[1]

Von 1974 bis 1986 war Jost Schmithals, parallel zu Schule und Studium, als nebenberuflicher Kirchenmusiker in Hagen-Berchum tätig.[2] Von 1987 bis 2014 war er Inhaber der A-Kirchenmusikerstelle in Höxter an den beiden historischen Evangelischen Kirchen, der Kilianikirche und der Marienkirche.[3] Dort ist er als Kantor und Organist der Evangelischen Kirchengemeinde Höxter für die Leitung der Chöre, den Orgeldienst und das Konzertmanagement[4] zuständig.

Im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn bekleidet Jost Schmithals seither auch das Amt des Kreiskantors[5] für den östlichen Teil (Kreis Höxter), und er wirkt in dieser Eigenschaft auch als Dozent bei der Kirchenmusikerausbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen mit. In den Jahren 1991 bis 1998 war er zusätzlich Synodalbeauftragter für die Bläserarbeit im Kirchenkreis Paderborn.[6]

Jost Schmithals war als Organist verantwortlich für die Restaurierung der Barockorgel in Hagen-Berchum (1976) und für die grundlegende Sanierung und Neukonzeption der durch Bleikorrosion schwer gefährdeten barocken Denkmalorgel der Kilianikirche Höxter (1998-2004).[7]

Schwerpunkte seiner Arbeit bilden auch die Bereiche Pop-/Gospelchor und Kinderchor.[8] Überregionale Beachtung findet sein innovatives Konzept internetbasierter Chor-Workshops („Bachkantaten zum Mitsingen“ mit Online-Vorbereitung).[9]

Jost Schmithals ist verheiratet mit der Grafik-Designerin Sabine Schmithals, und er hat zwei Söhne.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1999 wurde Jost Schmithals von der Evangelischen Kirche von Westfalen für seine besonderen Leistungen auf kirchenmusikalischem Gebiet mit dem Titel Kirchenmusikdirektor ausgezeichnet.[10]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jost und Sabine Schmithals: Die Orgel in der Kilianikirche Höxter - Festschrift zur Wiedereinweihung am 13. Juni 2004. Höxter 2004.

Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auftragskompositionen für das Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Deutschland in: Lass dir unser Lob gefallen. Band 3, Strube Edition 2022, Essen 1984.
  • Auftragskompositionen für die Posaunenwerke in Deutschland in: Vorspiele für Bläser zum Evangelischen Gesangbuch. Strube Edition 2085 ISMN M-2009-0841-1.
  • Auftragskompositionen für die Posaunenwerke Niedersachsen/Bremen in: Vorspiele für Bläser zum Regionalteil Niedersachsen/Bremen. Strube Edition 2116, ISMN M-2009-1533-4.
  • Auftragskompositionen für die Posaunenwerke Westfalen, Rheinland, Lippe u.a. in: Vorspiele für Bläser zum Regionalteil West. Strube Edition 2129, ISMN M-2009-1729-1.
  • Bläservariationen über Schlaf, mein Kindlein. in: Hans-Jürgen Lange (Hrsg.): ... und schenkt uns seinen Sohn. ISMN M-2009-1707-9.
  • Kompositionen und Arrangements für die Gemeindepraxis (Chor, Gospelchor, Kinderchor, Posaunenchor, Orgel, Trompete und Orgel) im Eigenverlag der Ev. Kirchengemeinde Höxter.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiographie, gesehen 23. März 2011.
  2. Komponistenverzeichnis in: Hartmut Bietz (Hrsg.): Vorspiele für Bläser zum EG. Berlin 1995, S.321, ISMN M-2009-0841-1.
  3. Rücktrittserklärung vom Januar 2014 (PDF, 255 KB). Abgerufen am 3. April 2014.
  4. Evangelische Kirchengemeinde Höxter, gesehen 23. März 2011.
  5. Leitsätze Personalwesen, Kirchenkreis Paderborn. S.5 (PDF-Datei; 193 KB), gesehen 23. März 2011.
  6. Hermann Gehring: Anfänge und Stand der Posaunenchorarbeit im Hochstift Paderborn. In: Manfred Büttner (Hrsg.): Mit Drommeten und Pauken, Hörnern und Posaunen. Festschrift für Werner Benz zum 65. Geburtstag (Musicologica Berolinensia; 8). Verlag Kuhn, Berlin 2001, ISBN 3-928864-82-3, S.181–183.
  7. Festschrift zur Wiedereinweihung der Orgel in der Kilianikirche Höxter (PDF-Datei; 6,74 MB), gesehen 23. März 2011.
  8. Chöre und Chorprojekte im Musikalischen Zentrum Höxter, gesehen 23. März 2011.
  9. Ein Beispiel guter Praxis der Evangelischen Kirche in Deutschland: Internetbasierte Chorprojekte in Höxter, gesehen 23. März 2011.
  10. Kirchliches Amtsblatt Nr. 7 der EKvW vom 22. Oktober 1999, Seite 212 (PDF-Datei; 3,56 MB), gesehen 23. März 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]