Jubiläumsrebe

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Jubiläumsrebe
Synonyme Cvai Gold, Jubilejni, Jubilens Rebe, Jubileumsrebe, Jubileumtrebe
Zuchtnummer Nr. 24–125
Jubiläumsrebe
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe gräulich-rosa
Verwendung
Herkunft Österreich
bekannt seit 1960
Züchter Fritz Zweigelt
Institut Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg
Züchtungsjahr 1922
VIVC-Nr. 5844
Abstammung

Kreuzung aus
Grauer Portugieser × Frühroter Veltliner

Liste von Rebsorten

Jubiläumsrebe ist eine Weißweinsorte, die an der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg gekreuzt wurde. Sie ist eine Neuzüchtung von Fritz Zweigelt aus dem Jahr 1922. Sie wurde im jahr 1960 anlässlich der Hundertjahrfeier der Lehranstalt vorgestellt und bezieht aufgrund dieses Jubiläums ihren Namen.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grauer Portugieser × Frühroter Veltliner.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sorte hat heute praktisch keine Bedeutung mehr. Kontinuierlich nimmt in Österreich die Anbaufläche ab – 1999 60,55 ha, 2009 13,1 ha, 2015 6,2 ha.[2]

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist weißwollig behaart.
  • Die mittelgroßen Blätter sind dreilappig oder fünflappig und ähneln dem Blatt des Blaufränkisch. Die Stielbucht ist nur wenig offen. Das Blatt ist stumpf gezahnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten weit gesetzt. Im Herbst färben sich die Blätter entlang der Blattadern leicht rötlich
  • Die walzenförmige Traube ist mittelgroß, manchmal geschultert und dichtbeerig. Die Beeren sind mittelgroß und von gräulich-rosa Farbe. Die Beeren schrumpfen leicht ein.

Reife: früh, zeitgleich mit dem Gutedel

Ertrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sorte bringt mittlere bis hohe Erträge. Der Ertrag wird aber durch die Trockenbeerenbildung im Herbst reduziert.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie stellt geringe Bodenansprüche, erreicht leicht ein hohes Mostgewicht und ist gut zur Prädikatsweinerzeugung geeignet. Zur Erzeugung von Prädikatsweinen ist der spätere Lesezeitpunkt nachteilig. Die Beeren werden nur wenig von Edelfäule befallen, sondern die Zuckerkonzentrierung in den Beeren erfolgt durch Einschrumpfen der Beeren. Sie Sorte ist sehr winterfrostempfindlich.

Wein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist nur zur Prädikatsweinerzeugung mit einem Zuckergehalt von über 25 °KMW interessant. Die Weine zeichnen sich durch einen geringen Säuregehalt, schwachen Aromatitik und hohem Zuckergehalt aus. Sie haben Ähnlichkeit mit den Weinen aus Tokaj.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Regner, Karel Hanak, Cornelia Eisenheld: Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone, 2. Auflage 2015, HBL und BA für WB, Klosterneuburg.
  • Karl Bauer, Ferdinand Regner, Barbara Friedrich: Weinbau, avBuch im Cadmos Verlag, Wien, 9. Auflage 2013, ISBN 978-3-7040-2284-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ferdinand Regner, Karel Hanak, Cornelia Eisenheld: Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone, 2. Auflage 2015, HBL und BA für WB, Klosterneuburg.
  2. Weingartengrunderhebung 2015, Statistik Austria