Juglans mandshurica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Juglans mandshurica
Juglans mandshurica Walnut JPG.jpg

Juglans mandshurica

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae)
Gattung: Walnüsse (Juglans)
Art: Juglans mandshurica
Wissenschaftlicher Name
Juglans mandshurica
Maxim.

Juglans mandshurica ist eine ostasiatische Baumart aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae).

Allee vor der Remise beim Schloss Cīrava in Lettland.
Rinde eines Baums vor der Remise beim Schloss Cīrava in Lettland.
Nüsse eines Baums vor der Remise beim Schloss Cīrava in Lettland.
Nussschale eines Baums vor der Remise beim Schloss Cīrava in Lettland.

Merkmale[Bearbeiten]

Juglans mandshurica wächst als Baum, manchmal auch als Strauch, und wird bis 25 m hoch. Die Blätter werden 40 bis 90 cm lang, der Blattstiel 5 bis 23 cm. Blattstiel und Rhachis sind zerstreut bis leicht drüsig behaart, manchmal auch dicht. Das Blatt ist unpaarig gefiedert mit 9 bis 19 Fiederblättchen. Die seitlichen sind sitzend, haben eine elliptische bis länglich elliptische oder oval-elliptische bis lang elliptisch-lanzeolate Blattform, sind 6 bis 17 cm lang und 2 bis 7,5 cm breit. Die Unterseite ist dicht behaart, jedoch drüsenlos und verkahlend. Höchstens entlang der Mittelrippe sitzen auch Drüsenhaare. Die Blattbasis ist asymmetrisch, leicht herzförmig, der Blattrand ist gezähnt, das Ende zugespitzt. Das endständige Blättchen ist 1 bis 5 cm lang gestielt.

Die männliche Ähre ist 9 bis 40 cm lang. Jede Blüte hat 12 bis 40 Staubblätter. Blütezeit ist April und Mai.

Die fruchtende Ähre trägt 4 bis 5 Nüsse. Diese sind kugelig, eiförmig oder ellipsoidisch, 3 bis 7,5 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Die Hülle ist dicht drüsig behaart und öffnet sich nicht. Die Nussschale ist dick, rau, hat 6 bis 8 deutliche Rippen und tiefe Löcher und Einbuchtungen. Fruchtreife ist August bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.

Verbreitung[Bearbeiten]

Juglans mandshurica ist in China nördlich des Huang He und Nordkorea beheimatet. Sie wächst in Mischwäldern an Berghängen und in Tälern in 500 bis 2800 m Seehöhe. Die Art wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals beschrieben. Georg Kuphaldt[1] führte die Art in den Parks des russischen Reiches ein. Auch in Mitteleuropa erweist sich der Baum als winterhart.

Systematik[Bearbeiten]

Juglans mandshurica wird innerhalb der Gattung Juglans in die Sektion Cardiocaryon gestellt. Die häufig, so auch in der Flora of China, zur Art gestellte Juglans cathayensis ist nach molekulargenetischen Untersuchungen als eigene Art anzusehen.[2]

Belege[Bearbeiten]

  • Anmin Lu, Donald E. Stone & L. J. Grauke: Juglandaceae, in: Flora of China, Band 4, 1999, S. 277-285. Science Press, Beijing und Missouri Botanical Garden Press, St. Louis. (pdf, 153 kB)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hemma Kanstein: Die Parkanlagen Georg Kuphaldts in Riga. Ein Beispiel historischer Freiflächengestaltung. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk / Technische Universität Berlin, 1998 ISBN 3-9322-6712-5 / 3-7983-1779-8
  2. Alice M. Stanford, Rachel Harden, Clifford R. Parks: Phylogeny and biogeography of Juglans (Juglandaceae) based on matK and ITS sequence data. American Journal of Botany, Band 87, 2000, S. 872-882.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Juglans mandshurica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien