Julie Wood

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Julie Wood ist eine zwischen 1976 und 1979 erschienene frankobelgische Comicserie von Jean Graton.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julie Wood wächst im Amerika der 1970er Jahre auf. Ihre Leidenschaft, das Motorradfahren im Gelände, kann sie hervorragend in den Weiten der Kalifornischen Wüste ausleben. Dabei lässt Julie ihre männlichen Freunde oft genug alt aussehen. In der Folge bricht Julie aus diesem Milieu aus und beginnt an Motorradrennen teilzunehmen. Zunächst in kleinerem Rahmen, später fährt sie auch die berühmte "Baja 1000" in Mexiko, ein Motocross-Rennen mit Hunderten von Teilnehmern, und schlägt sich dort sehr achtbar. Während die ersten sieben Alben ausschließlich in Amerika spielen, führt ein Wettkampf Julie im achten Band auch nach Europa.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean Graton schrieb und zeichnete den Rennfahrercomic. Sein Studio führte die Hintergrundzeichnungen aus. Die Serie erschien zunächst bei Dargaud[1] in Albenform und 1979 in Super As.[2] Der Vorabdruck im deutschsprachigen Raum begann 1977 im alten Zack.[3] Koralle gab fünf Alben heraus.[4]

Im Film Michel Vaillant wurde Julie Wood von Diane Kruger gespielt.

Gastauftritte in Michel Vaillant[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigenständige Serie Julie Wood endete nach acht Alben. Autor Jean Graton begründete diesen Schritt wie folgt:

„Für unser nächstes Album nahmen wir uns die Paris-Dakar vor, einen Wettbewerb an dem Autos und Motorräder teilnehmen. Das war zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere gerade deswegen interessant, weil ich mich mit einem Dilemma konfrontiert sah: Ich war nicht mehr in der Lage, zwei Serien gleichzeitig zu schreiben, Michel Vaillant und Julie Wood, und entschied mich daher, die Serie "Julie Wood" einzustellen, Aber Julie war viel zu hübsch, um sie einfach verschwinden zu lassen. Sie schloss sich daher der Vaillant-Saga an. Und in "Paris-Dakar" nahm sie auf einem Motorrad teil!“

Jean Graton: nach: Michel Vaillant Band 41 (Paris-Dakar)[5]

Zwischen 1982 und 1994 hatte Julie Wood daher einige Gastauftritte in Michel Vaillant. Sie erscheint das erste Mal in Band 41 (Paris-Dakar) und ist zunächst wie in ihrer eigenen Serie Motorradfahrerin. Später wird sie die Freundin ihres Landsmannes Steve Warson. Ab Band 44 (Steve & Julie) wechselt sie ins Cockpit eines Formel-Ford-Boliden und tritt bis 1994 (Band 57 - Eine Spur von Jade) immer wieder als Pilotin eines Vaillantes in Erscheinung.

Albenausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1976: Une fille nommé Julie Wood[6] (44 Seiten)
  • 1976: Défends-toi Julie (45 Seiten)
  • 1977: 500 fous au départ (44 Seiten)
  • 1978: Pas de cadeau pour Julie (44 Seiten)
  • 1979: Le motard maudit (44 Seiten)
  • 1979: Affen, Bären, Sidecross (Zack, 1978, 44 Seiten)
  • 1980: Hurrikan über Daytona (Zack, 1979, 46 Seiten)
  • 1980: Der Gold-Cup (Zack, 1979, 46 Seiten)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise / Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julie Wood auf bedetheque.com (französisch)
  2. Julie Wood in Super As auf bdoubliees.com (französisch)
  3. Julie Wood in Zack auf comicguide.de
  4. Julie Wood bei Koralle auf comicguide.de
  5. Julie Wood. In: michel-vaillant.de. Abgerufen am 8. März 2016.
  6. Die Originalausgaben in chronologischer Reihenfolge