Freie Wähler Köln

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Freie Wähler Köln
Vorsitzender Logo
Martin Klein
 
Logo FWK.png
Basisdaten
Art Wählergruppe
Ausrichtung sozial-liberal[1]
Verbreitung DEU Koeln COA.svg Köln
Gründungsdatum Frühling 2004
Gründungsort Köln
Vorsitzender Martin Klein
Stellvertreter Maria Steffens, Walter Wortmann
Schatzmeister Peter Funk
Adressen
Website www.freie-waehler-koeln.de
Struktur
Gliederung 7 Stadtbezirksgruppen (SBG)

Die Freien Wähler Köln (FWK; vormals Kölner Bürger Bündnis, KBB) sind eine Wählergruppe aus Köln in Nordrhein-Westfalen.

Gegründet im Frühjahr 2004 und mit Andreas Henseler an der Spitze, gelang bei der Kommunalwahl im September 2004 der Einzug in den Kölner Stadtrat und in drei Bezirksvertretungen. Henseler war bis 2002 Schuldezernent der Stadt Köln und wechselte auf den Posten des Geschäftsführers des Odysseums, eines von der Sparkasse Köln-Bonn getragenen Science Centers. Weiteres prominentes Mitglied ist die ehemalige SPD-Stadtverordnete Anita Cromme, die ihr Ratsmandat 2006 abgeben hat, jedoch 2009 als Spitzenkandidatin für die Bezirksvertretung Mülheim kandidierte. Durch Austritt der Abgeordneten Petra May aus der Gruppierung verfügt das KBB seit Dezember 2006 nur noch über ein Mandat im Rat der Stadt. Im August 2015 kommt es zum Beitritt des ehemaligen AfD-Bezirksvertreters Torsten Ilg, der seine Partei aufgrund rechter und homofeindlicher Tendenzen verlassen hatte. Seither verfügen die Freien Wähler auch wieder über ein Mandat in der Bezirksvertretung von Köln-Rodenkirchen.

Programmatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unterschied zu einer Partei wird laut Grundsatzprogramm vor allem in folgenden Punkten gesehen: Kein Fraktionszwang, verstärkte Bürgerbeteiligung, intensive Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen der Stadt, keine Vetternwirtschaft, Kontrolle von politischer Machtansammlung.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Vorsitz hat Martin Klein, stellvertretende Vorsitzende sind Maria Steffens und Walter Wortmann (Neuwahlen 15. Februar 2014). Mandatsträger im Rat ist Walter Wortmann. Horst Heinrich und Detlef Hagenbruch sind Mandatsträger; Heinrich ist Mitglied des Aufsichtsrates der AVG Köln mbH und Ersatzmitglied in der Verkehrskommission des Regionalrates des Regierungsbezirkes Köln. Hagenbruch ist in unterschiedlichen Ausschüssen der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland für die Freien Wähler Köln vertreten. Im Kölner Süden sitzt Torsten Ilg für die FW in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen.

Bei der Kommunalwahl in Köln 2014 haben die Freien Wähler Köln (FWK) nach dem amtlichen Endergebnis 0,85 % der Stimmen und damit einen Sitz im Rat der Stadt Köln erreicht. Die FWK konnten kein Mandat in den Bezirksvertretungen erringen. Nachdem Müser bei der Jahreshauptversammlung sein Ratsmandat niedergelegt hatte, trat Klaus Hoffmann seine Nachfolge an. 2013 legte Hoffmann sein Mandat nieder, um die Tätigkeit als neu gewählter Vorsitzender des Stadtsportbundes wahrnehmen zu können. Das Ratsmandat übernahm Andreas Henseler. Seit 1. Januar 2016 nimmt Walter Wortmann, bisher stellvertr. Vorstandssprecher der FWK und Sprecher der FWK für den Stadtbezirk Rodenkirchen, als Nachfolger im Rat das Einzelmandat von Andreas Henseler bis zur nächsten Kommunalwahl wahr.

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister 2009 stellten die Freien Wähler Köln mit Martin Müser einen eigenen Kandidaten. Müser erreichte ein Ergebnis von 1,71 % der Stimmen.

Wahl Rat der Stadt Bezirks-
vertreter
 % Wähler Sitze
2004 1,72 % 6.027 2 von 90 3 von 171
2009 1,45 % 5.344 1 von 90 0 von 171
2014 0,85 % 3.358 1 von 90 0 von 171

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

http://www.freie-waehler-koeln.de

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEin Gespräch über Gewerkschaftsautonomie, alte und neue Sozialdemokratie / Teil II. In: express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit 8/04. 2004, abgerufen am 11. Juli 2009 (html, deutsch, zitiert nach labour.net Germany): „Da gibt es bspw. das Kölner Bürgerbündnis. Da sitzen viele ehemalige SPD-Leute drin, die entweder aus politischen Gründen ausgetreten sind oder sich im »Klüngel« die Finger verbrannt haben etc. Die treten jetzt als Opposition gegenüber dem »Establishment« auf – das ist erst einmal ein ganz populistisches Motiv“