K-UTEC AG Salt Technologies

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K-UTEC AG Salt Technologies ist ein Unternehmen aus Sondershausen in Thüringen. Das Unternehmen gilt als Marktführer im Bereich der Salz- und Kaliforschung und entsprechender Industrie- und Beratungsdienstleistungen und wird in der Presse als Hidden Champion des deutschen Mittelstandes bezeichnet. Der Name K-UTEC steht dabei für „Kali-Umwelttechnik“.[1]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kaliwerk Glückauf in Sondershausen

Der Ursprung des Unternehmens ist das Volkseigene Kombinat Kali in der DDR. Der Hauptsitz des Kombinats wurde auf Grund des Kaliwerks Glückauf in Sondershausen angesiedelt. 1992 ging durch eine Neugründung das Unternehmen Kali-Umwelttechnik GmbH aus dem Kombinat hervor und konnte seither auf Patente und Fachwissen der alten „Kaliforschung“ zurückgreifen.[2] 2008 wurde aus dem Unternehmen Kali-Umwelttechnik die K-UTEC AG Salt Technologies. Im Jahr 2011 hielten Mitarbeiter 38 % der Aktien der K-UTEC AG.[3]

Umsatzentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K-UTEC weist eine deutlich positive Umsatzentwicklung auf. 2010 lag der Umsatz bei 5,6 Millionen €, 2011 bei 6,1 Millionen € und 2014 bereits bei circa 8 Millionen €[4][5]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K-UTEC ist ein international agierender Industriedienstleister. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Industriesalze. Zu K-UTECs Tätigkeitsfeldern gehört die Erkundung neuer Rohstoffvorkommen und deren Erschließung. Dazu plant das Unternehmen Anlagen in der Rohstoffverarbeitung und -erschließung. Außerdem ist das Unternehmen im Bereich der Nachnutzung, Überwachung und Rekultivierung von Bergbauanlagen aktiv. Auch der Lithiumgewinnung ist ein wichtiger Geschäftsbereich des Unternehmens, der im Zuge der verstärkten Nachfrage nach dem Alkalimetall gestärkt wurde. Eine wichtige Rolle spielen Aufträge im Ausland, die 2011 43 % aller Aufträge ausmachten.[6]

Im Februar 2017 wurde bekannt, dass K-UTEC Salt Technologies eine Kooperation mit der K+S AG eingeht. Die Kooperation betrifft vor allem den Bereich der Kaliförderung. Es soll unter anderem ein Verfahren für eine gesteigerte Kaliumsulfat-Gewinnung aus Abwässern entwickelt werden und eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich technischer und finanzieller Aspekte durchgeführt werden.[7]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen gliedert sich in fünf maßgebliche Bereich:

Großaufträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Großaufträge in mehreren Ländern kam K-UTEC mehrfach in die überregionale Presse. Häufig stellt das Unternehmen notwendiges technisches Know-how in Entwicklungsländern zur Verfügung.

Salzlagerstätten in Peru[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den bis dato größten Auftrag der Unternehmensgeschichte erhielt das Unternehmen Ende 2011. K-UTEC wurde mit der Erkundung und Ausbeutung der Salzlagerstätten im Salzsee Reservorio de Cañamac in Peru beauftragt, das Auftragsvolumen lag bei 4,76 Millionen €.[9]

Kalium-Nitrat-Produktion in Laos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 entwickelt K-UTEC in Zusammenarbeit mit einem japanisch-thailändischen Unternehmen eine insgesamt 330 Millionen US-$ teure Anlage zur Kaliumnitrat-Produktion in Laos. Auf Drängen der laotischen Regierung wird bei der Konstruktion insbesondere auf die Vermeidung chemischer Abfälle geachtet.[10]

Lithiumvorkommen in Bolivien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 wurde bekannt, dass der bolivianische Staat den Auftrag für die Erschließung der enormen Lithiumvorkommen im Salar de Uyuni an ein deutsches Konsortium bestehend aus dem Unternehmen ACI-Systems und K-UTEC AG Salt Technologies vergibt. Der Auftrag für die Erschließung des wichtigen Rohstoffes Lithium war umkämpft, da sich viele internationale Konsortien beworben hatten. Der Auftrag hat ein Volumen von 4,5 Millionen € und soll in der Fertigstellung einer Anlage zur Förderung von 30.000 t Lithiumcarbonat im Jahr münden.[11][12][13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Lücke: Kaliabbau könnte wiederkommen. In: Thüringer Allgemeine. 4. Oktober 2012, abgerufen am 15. Juli 2019.
  2. Dieter Lücke: Porträt über ungewöhnliche Wende-Geschichte: Der „Kali-Professor“ wird 80. In: tlz.de. 22. April 2017, abgerufen am 15. Juli 2019.
  3. K-Utec Salt Technologies Ingenieurdienstleister aus Sondershausen in der Firmendatenbank wer-zu-wem.de. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  4. Dieter Lücke: K-UTEC AG Salt Technologies: Vom Petersenschacht bis nach Bolivien. 23. Juni 2015, abgerufen am 12. Juli 2019 (deutsch).
  5. Mit K-UTEC in die Welt : 24.11.2011, 16.25 Uhr. Abgerufen am 12. Juli 2019 (deutsch).
  6. Unternehmensgeschichte - K-UTEC. Abgerufen am 31. Dezember 2018.
  7. K+S: Der Blick in die Zukunft! 11. Februar 2017, abgerufen am 12. Juli 2019.
  8. Dieter Lücke: K-UTEC AG Salt Technologies: Vom Petersenschacht bis nach Bolivien. 23. Juni 2015, abgerufen am 12. Juli 2019 (deutsch).
  9. Mit K-UTEC in die Welt : 24.11.2011, 16.25 Uhr. Abgerufen am 12. Juli 2019 (deutsch).
  10. Die Thüringer K-Utec AG Salt Technologies schließt mit Vienachem zwei Verträge über Planung und Bau einer 'sauberen' (=abfallfreien) Kalium-Natrium-Produktion in Laos. Abgerufen am 12. Juli 2019.
  11. WELT: Salar de Uyuni: Thüringer Unternehmen soll Lithium in Bolivien fördern. In: DIE WELT. 16. August 2015 (welt.de [abgerufen am 31. Dezember 2018]).
  12. P2 / Facing Finance: K-UTEC AG Salt Technologies beteiligt sich am umstrittenen Abbau von Lithium in Bolivien | Facing Finance. Abgerufen am 31. Dezember 2018 (deutsch).
  13. Bolivien wählt ACI Systems als strategischen Partner für die Industrialisierung von Lithiumvorkommen. Abgerufen am 31. Dezember 2018 (deutsch).