KAE VT 1 und 2

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Schmalspurtriebwagen Typ Eifel II
187 013 Wernigerode Westerntor 08.06.12 (1).JPG
Nummerierung: KAE VT 1 und 2
IBJ T4
IBL VT 1 und 4
HSB 187 011 und 013
Anzahl: 2
Hersteller: Talbot, Aachen
Baujahr(e): 1955
Achsformel: 1955–1996: B’B’
seit 1996: B’2’
Gattung: KBotr4
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 16.200 mm
Höhe: 3.240 mm
Breite: 2.422 mm
Drehzapfenabstand: 9.700 mm
Drehgestellachsstand: 1.600 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 40 m
Leermasse: 19,5 t
Dienstmasse: 28,2 t
Höchstgeschwindigkeit: 50/50 km/h
Installierte Leistung: 1955: 2 × 110 kW
1996: 155 kW
2014: 206 kW
Raddurchmesser: 700 mm
Motorentyp: 1955–1996?:
2 × Deutz A8L 614

1996?–2014:
Deutz F8L 714

2014–:
MAN D0836
Motorbauart: bis 2014: V8-Diesel
seit 2014: R6-Diesel
Leistungsübertragung: bis 2014: Myliusgetriebe

seit 2014: Voith-Strömungsgetriebe T211r3
Antrieb: bis 2014: dieselmechanisch
seit 2014: dieselhydraulisch
Bremse: Druckluft
Zugheizung: Warmwasser, jetzt: Warmluft (Webasto)
Kupplungstyp: Scharfenberg; bei HSB Balancierhebel
Sitzplätze: 1955: 48+17
Stehplätze: 1955: 45
Klassen: 2.

Die Triebwagen VT 1 und 2 der Kreis Altenaer Eisenbahn AG wurden 1955 für die von Lüdenscheid ausgehende Strecken der KAE von der Waggonfabrik Talbot gebaut. Werksseitig trugen sie die Typbezeichnung Eifel II und waren eine Weiterentwicklung der einmotorigen Triebwagen Typ Eifel. Nach Stilllegung der KAE wurden beide verkauft. Der VT 1 wurde Inselbahn Langeoog T 1, der VT 2 Inselbahn Juist T 4. Letzterer kam nach der Juister Stilllegung auch nach Langeoog als T 4. 1995 wurden beide Triebwagen von den Harzer Schmalspurbahnen gekauft und werden nun als 187 011 und 013 eingesetzt. Dazu wurden beide Fahrzeuge vom DB-Werk Halberstadt umgebaut und den Bedingungen im Harz angepasst. Unter anderem wurden die Mitteleinstiege geschlossen, die Klappfalttüren durch Schwenktüren ersetzt und auch auf der zweiten Seite Türen eingebaut. Im Übrigen besitzen beide Triebwagen nach einem Umbau nur noch eine Motoranlage (aus der Achsformel B’B’ wurde B’2’). 2002 erfolgte eine Anpassung an die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab), indem Blinker und Bremsleuchten eingebaut wurden.

Auf Grund ihrer Herkunft erhielten die Triebwagen im Harz den Spitznamen Fischstäbchen. Nach Erscheinen der Neubautriebwagen 187 016 bis 019 werden sie etwas seltener eingesetzt und kommen dann meist auf der Selketalbahn zum Einsatz.

2014 wurden die beiden Triebwagen bei den Fahrzeugwerken Miraustraße GmbH (FWM) umfangreich überholt. Dabei erhielten sie ein Voith-Strömungsgetriebe T211r3 mit Wandler und Kupplung sowie einen Dieselmotor MAN D0836 mit 206 kW (280 PS).[1]

Einer der beiden Triebwagen auf der Selketalbahn in Mägdesprung

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Bürnheim, Gerhard Moll: Die Kreis Altenaer Eisenbahn. Eisenbahn-Kurier, Freiburg 1983, ISBN 3-88255-541-6.
  • Ludger Kenning, Gerhard Moll, Wolf Dietrich Groote: Die Kreis Altenaer Eisenbahn. Kenning, Nordhorn 1996, ISBN 3-927587-45-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Talbot Class Eifel II – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freundeskreis Selketalbahn