Kanadische Dame

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Die Kanadische Dame (englisch: Canadian Checkers, Canadian Draughts) ist eine Variante des klassischen Damespiels, die vor allem in Kanada verbreitet ist. Anders als das klassische Damespiel wird sie in der Regel auf einem Schachbrett mit 144 Feldern, 12×12, gespielt.

Entwickelt wurde das Spiel von französischen Siedlern in Quebec, die es als Grand Jeu de Dames bezeichneten.[1]

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanadische Dame, Startaufstellung

Wie beim klassischen Damespiel handelt es sich bei der Kanadischen Dame um ein Brettspiel für zwei Spieler, die sich am Spielbrett gegenüber sitzen. Dabei spielt ein Spieler die weißen und der andere die schwarzen Spielsteine und die beiden Spieler machen abwechselnd jeweils einen Zug. In der Startaufstellung werden die jeweils 30 Spielsteine auf den Schwarzen Feldern der jeweils ersten bis dritten Reihe beider Spielbrettseiten aufgebaut.[1]

Die Farben werden ausgelost oder gewählt, der weiße Spieler beginnt das Spiel. Beide Spieler ziehen nun abwechselnd jeweils einen Stein, wobei die Steine diagonal vorwärts auf den schwarzen Feldern bewegt werden dürfen. Wenn ein Spieler die Grundlinie der gegenüberliegenden Seite erreicht, wird sein Stein zu einer Dame (im englischen Sprachraum „king“ = „König“). Diese darf beliebig viele Felder in jede diagonale Richtung ziehen, auch rückwärts.[1]

Wie bei der klassischen Dame kann ein Spielstein geschlagen werden, wenn ein Stein über ihn auf ein dahinter liegendes freies Feld springen kann. Dabei herrscht Schlagzwang, ein Stein muss also geschlagen werden, wenn dies möglich ist. Die Dame kann beliebige weit entfernt liegende einzeln stehende Steine des Gegner schlagen, wenn jeweils dahinter ein freies Feld existiert. Alle geschlagenen Steine werden nach dem Zug vom Spielfeld entfernt.[1]

Wie beim klassischen Damespiel gewinnt der Spieler, dem es gelingt, möglichst alle Steine des Gegners zu schlagen oder unbeweglich zu machen. Zudem ist es möglich, das Spiel zu gewinnen, wenn der Gegner nur noch einen einzigen verbliebenen Stein hat.[1]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Canadian Checkers (Draughts) In: Brian Burns (Hrsg.): The Encyclopedia of Games. Brown Packaging Books, 1998; S. 158–159.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Canadian Checkers (Draughts) In: Brian Burns (Hrsg.): The Encyclopedia of Games. Brown Packaging Books, 1998; S. 158–159.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]