Karin Björquist

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Karin Björquist (* 2. Januar 1927; † vor 14. September 2018) war eine schwedische Keramikerin und Designerin, die über 40 Jahre lang bei der Manufaktur Gustavsberg gewirkt hat.

Teetasse Kobolt von 1958
Das Nobelservis von 1991

Karin Björquist kam 1959 zur Porzellanmanufaktur in Gustavsberg und war dort bis 1993 tätig. Von 1972 bis 1985 war sie künstlerische Leiterin. Sie zählt neben Stig Lindberg zu den bedeutendsten Keramikern des zwanzigsten Jahrhunderts in Schweden und machte sich besonders durch ihre zahlreichen Service einen Namen.

Logo des Kobolt-Service

Sie entwarf an die zwanzig Service, unter ihnen Svart Ruter (1953), Kobolt (1958), Röd Kant (1968), Stockholm (1980) und auch das absolute Festservice Nobelservisen, das 1991 zum 90sten Jahrestag der Nobelstiftung lanciert wurde. Seitdem wird das jährliche Nobelbankett im Stockholmer Stadshus mit diesem Tafelgeschirr gedeckt. Die künstlerische keramische Gestaltung der U-Bahn-Station Mariatorget (1965) und des neuen Reichsbankgebäudes des Architekten Peter Celsing (1976), beide in Stockholm, gehen ebenfalls auf ihre Rechnung.

Karin Björquist ist es gelungen, den Gebrauchsgegenstand mit ästhetischer Schönheit zu kombinieren, ganz nach dem Wahlspruch der Svenska Slöjdföreningen (heute Svensk Form) "vackrare vardagsvara" (hübscherer Gebrauchsgegenstand). Im Laufe der Jahre hat sie viele Auszeichnungen erhalten, u. a. die Goldmedaille der Triennale in Mailand 1954, Lunningpriset 1963 und Prins-Eugen-Medaille für "hervorragende künstlerische Tätigkeit" 1982. Für das Nobelservis bekam sie 1992 die Auszeichnung Utmärkt Svensk Form von Svensk Form. Ihre Arbeiten sind in vielen Museen in Schweden und anderen Ländern zu sehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karin Björquist formgivare, av Artur Hald och Hedvig Hedqvist, Carlsson 1995