Karl Heinrich Charisius

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Karl Heinrich Charisius (* 2. Juni 1650 in Frankfurt (Oder); † 29. Dezember 1709 in Königsberg (Preußen)) war ein deutscher Jurist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des außerordentlichen Professors in Frankfurt (Oder), sowie Syndikus der Städte Frankfurt (Oder) und Stralsund Johann Balthasar Charisius (1615–1676) und dessen Frau Rosina Zacharias, hatte seine erste Ausbildung vermutlich am Stralsunder Gymnasium erhalten. Seine Studien hatte er an der Universität Königsberg und an der Universität Franeker absolviert, wo er 1678 zum Doktor der Rechte promovierte. Danach betätigte er sich als Privatdozent an der Königsberger Hochschule und wurde Advokat am Hofgericht in Königsberg. 1681 berief man ihn zum außerordentlichen Professor an der juristischen Fakultät, er wurde 1684 Assessor am samländischen Konsistorium und später zum Hof und Konsistorialrat.

Charisius war zwei Mal verheiratet. Seine erste Ehe hatte er am 24. November 1678 Gertrud Langerfeld, (* 17. Juni 1631, † 3. Dez. 1688) geschlossen. Aus seiner zweiten Ehe mit Maria Oeder, stammt der Sohn Christian Ludwig Charisius.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De ordine aquilae Borussicae equestri. Alias Von dem Ritter=Orden des schwartzen Adlers. Königsberg 1714
  • De insignium modernorum nobilium natalibus, Vom Ursprung der heutigen Adelichen Wappen. Dissertatio posterior. Königsberg 1717
  • De dolo
  • De Culpa
  • De sudore

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Heinrich Arnoldt: Ausführliche und mit Urkunden versehene Historie der Königsbergischen Universität. Johann Heinrich Hartung, Königsberg in Preußen, 1746, 2. Teil, S. 268
  • Christian Gottlieb Jöcher: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf die ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht, Nach ihrer Geburt, Leben, merckwürdigen Geschichten, Absterben und Schrifften aus den glaubwürdigsten Scribenten in alphabetischer Ordnung beschrieben werden. Verlag Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig, 1750, Bd. 1, 1842
  • J. Gallandi: Königsberger Stadtgeschlechter. In.: Rudolf Reinicke, Ernst Wichert: Altpreußische Monatsschrift neue Folge. Ferdinand Beyer, Königsberg in Pr. 1883 S. 30
  • Klaus Bürger: Altpreußische Biographie. Elwert, Marburg/Lahn, 2000, ISBN 377080502X, Bd. 5, Teil 1, S. 102

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]