Karl Paul Hensel

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Karl Paul Hensel (* 24. Januar 1907 in Jena; † 20. April 1975 in Marburg) war ein deutscher Nationalökonom.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Paul Hensel studierte in Berlin, Marburg und Freiburg. Nach seiner Doktorprüfung in Freiburg im Jahr 1937 wurde er Assistent von Walter Eucken. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Hensel in der deutschen Kriegswirtschaftsorganisation.[1] Er habilitierte 1951 in Freiburg mit dem Thema Einführung in die Theorie der Zentralverwaltungswirtschaft. Bis 1957 war er Professor an der Freiburger Universität, dann bis zu seiner Emeritierung 1974 an der Philipps-Universität Marburg, wo er 1964/65 als Rektor amtierte.[2] Seine Schwerpunkte waren die vergleichende Erforschung kapitalistischer und sozialistischer Wirtschaftssysteme.

In Freiburg hatte Hensel 1954 die „Forschungsstelle zum Vergleich wirtschaftlicher Lenkungssysteme“ gegründet, deren Leitung er übernahm. Bei seinem Wechsel an die Universität Marburg nahm er auch die Forschungsstelle dorthin mit.[3]

Hensel war Mitglied im Verein für Socialpolitik, dessen Untertitel „Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ lautet, und in der Mont Pèlerin Society, einer internationalen Vereinigung liberaler Ökonomen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einführung in die Theorie der Zentralverwaltungswirtschaft. Eine vergleichende Untersuchung idealtypischer wirtschaftlicher Lenkungssysteme an Hand des Problems der Wirtschaftsrechnung. Stuttgart 1959 [erste Auflage 1954]. 3. unveränderte Auflage 1979, Gustav Fischer Verlag, ISBN 3-437-50238-7
  • Grundgesetz – Wirtschaftsordnungen. Eine ordnungstheoretische Studie. 1963.
    • nachgedruckt in: Nils Goldschmidt, Michael Wohlgemuth (Hrsg.): Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik. Mohr Siebeck, Tübingen 2008. S. 255–272.
  • Grundformen der Wirtschaftsordnung. Beck: 1. Aufl. 1972, 2. überarb. Aufl. 1974, 3. überarb. Aufl. 1978. Lit Verlag: 4. unveränd. Aufl. 1992, 5. unveränd. Aufl. 2015 (ISBN 9783643125903)
  • Systemvergleich als Aufgabe. Fischer, Stuttgart 1977.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Schüller: „Einführung“ [zum Nachdruck von Karl Paul Hensels: Grundgesetz – Wirtschaftsordnungen. Eine ordnungstheoretische Studie. (1963)], in: Nils Goldschmidt, Michael Wohlgemuth (Hrsg.): Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, S. 249–254.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Paul Hensel: Einführung in die Theorie der Zentralverwaltungswirtschaft. Eine vergleichende Untersuchung idealtypischer wirtschaftlicher Lenkungssysteme an Hand des Problems der Wirtschaftsrechnung. Stuttgart 1959, S. V.
  2. Rektoratsreden (HKM)
  3. K. Paul Hensel zum 100. Geburtstag. Forschungsstelle zum Vergleich wirtschaftlicher Lenkungssysteme gedenkt ihres Gründers, 23. Januar 2007, http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2007/0431/0123e.