Karls Enkel

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Karls Enkel
Allgemeine Informationen
Genre(s) Musiktheater, Lied
Gründung 1976
Auflösung 1986
Gründungsmitglieder
Hans-Eckardt Wenzel
Elke Wenzel
Ralf Kober
Stefan Körbel
Rolf Fischer
Thomas Bruhn
Werner Karma
Ehemalige Mitglieder
Steffen Mensching

Karls Enkel war eine Liedertheatergruppe, die 1976 in Ost-Berlin gegründet wurde und bis 1986 bestand.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karls Enkel wurde als freie Theatergruppe gegründet, deren Programm aus musikalischen und schauspielerischen Elementen bestand. Der Name bezog sich ebenso auf Karl Marx wie auf Karl Valentin, die Texte handelten von den damals aktuellen Zuständen in der DDR. Die Mitglieder waren Hans-Eckardt Wenzel, Elke Wenzel, Ralf Kober, Stefan Körbel, Rolf Fischer, Thomas Bruhn und Werner Karma. 1979 erhielt die Gruppe den Kunstpreis der FDJ, die Erich-Weinert-Medaille. Das Programm Zieharmonie im selben Jahr missfiel jedoch den Behörden. Karls Enkel nahm während ihres Bestehens fast jedes Jahr am Festival des politischen Liedes teil.[1]

1980 verließ Karma die Gruppe und wurde freischaffender Lyriker und Rocktexter. Im selben Jahr stieß Steffen Mensching zur Gruppe. 1982 wurde die Hammer=Rehwü [2] zusammen mit dem Duo Beckert & Schulz und der Band Wacholder aufgeführt, eine Revue im Stil Erwin Piscators aus den 1920er Jahren. Ab 1982 traten Wenzel und Mensching erfolgreich als Clownsduo Weh & Meh auf. 1986 wurde Karls Enkel aufgelöst und als Bolschewistische Kurkapelle neugegründet.

Bekannte Lieder sind Sektlied (1977) und Flieg, Siggi, flieg (1978), das sich auf den Kosmonauten Sigmund Jähn bezieht, sowie das 1979 auf Schallplatte veröffentlichte Streit und Kampf, die Vertonung eines Gedichts von Erich Mühsam.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stücke auf Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979: Streit und Kampf auf 9. Festival des politischen Liedes (Amiga)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. 2. Auflage, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-303-9.
  • David Robb: Clowneske Kabarett-Ästhetik am Beispiel Karl Valentins und Wenzel & Menschings. In: Joanne McNally, Peter Sprengel (Hrsg.): Hundert Jahre Kabarett. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, ISBN 978-3826024887, S. 127/128. (Online)
  • David Robb: Zwei Clowns im Lande des verlorenen Lachens. Das Liedertheater Wenzel & Menschings. 1. Auflage, Christoph Links Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-86153-156-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel in Folker! zu Hans-Eckardt Wenzel, abgerufen am 28. Dezember 2010.
  2. Nachweis der Schreibweise, abgerufen am 29. Dezember 2010.