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Kasbah (Algier)

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Kasbah (Altstadt) von Algier
UNESCO-Welterbe

Kasbah: links Ibn-Fares-Moschee, ehemals Große Synagoge Rabbi Bloch, bis 1962
Vertragsstaat(en): Algerien Algerien
Typ: Kultur
Kriterien: ii, v
Fläche: 60 ha
Referenz-Nr.: 565
UNESCO-Region: Arabische Staaten
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1992  (Sitzung 16)
Dar Soltan

Die Kasbah (arabisch القصبة, DMG al-Qaṣba) der algerischen Hauptstadt Algier bezeichnet sowohl die Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert als auch das historische Altstadtviertel, das sich stufenförmig an einem Hang über dem Mittelmeer erstreckt. Die heutige Struktur entstand überwiegend in der osmanischen Zeit, mit Wurzeln bis ins 10. Jahrhundert. 1992 wurde die Kasbah von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.[1]

Die Kasbah entwickelte sich um die Zitadelle im 16. Jahrhundert auf älteren Siedlungsspuren. In der osmanischen Ära entstand ein dicht bebautes Viertel mit Moscheen, Palästen und öffentlichen Gebäuden. Während der französischen Kolonialzeit verlor sie an zentraler Bedeutung, war jedoch im Algerienkrieg (1954–1962) wichtiger Widerstandsort.

Die Kasbah zeichnet sich durch enge, gewundene Gassen und eine Vielzahl traditioneller Bauwerke wie Wohnhäuser, Werkstätten, Basare und Hammams aus. Bedeutende Paläste sind Dar Aziza, Dar Hassan Pacha und Dar Soltan, die mit lokalen Materialien errichtet wurden.

Moscheen und religiöse Bauten

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Wichtige Moscheen sind:

Ehemalige jüdische und christliche Sakralbauten:

  • Die »Große Synagoge von Algier« (Rabbi Bloch), errichtet 1865, 1962 zur Ibn-Fares-Moschee umgewidmet.
  • Am Rand der Kasbah befinden sich frühere Kolonialkirchen.

UNESCO-Welterbe

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Die Kasbah gilt als herausragendes Beispiel traditioneller mediterraner Stadtarchitektur mit großem universellem Wert (Kriterien ii, v). Ihr Erhalt wird durch Restaurierungen und Schutzmaßnahmen sowie die Bewahrung handwerklicher Traditionen sichergestellt. Dennoch bestehen Gefahren durch Erdbeben, Verfall, unkontrollierte Eingriffe und demografische Veränderungen.[1]

Bedeutung und Rezeption

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Historisch fungierte die Kasbah als Verwaltungszentrum, Rückzugsort und Widerstandsstätte. International bekannt wurde sie durch den Film Pépé le Moko – Im Dunkel von Algier (1937, Regie: Julien Duvivier).

Commons: Kasbah von Algier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
  2. ↑ Weltkulturerbe: Kasbah in Algier. In: ISLAMIC NEWS. 14. Januar 2020, abgerufen am 26. Juli 2025.