Kathedrale der Geburt der seligen Jungfrau Maria (Breslau)

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Ansicht der Kirche im Jahr 2011

Die Kathedrale der Geburt der seligen Jungfrau Maria (polnisch Sobór Narodzenia Przenajświętszej Bogurodzicy, früher Barbarakirche) in der ul. św. Mikołaja 40 (Nikolaistraße) in Breslau (Wrocław) geht auf eine im Jahre 1286 errichtete Friedhofskapelle zurück. Im 15. Jahrhundert wurde sie erweitert und im spätgotischen Stil umgebaut. 1488 wurde hier der schlesische Piastenherzog Wenzel von Sagan beigesetzt. Von 1525 bis 1945 war die Kirche evangelisch. Von 1741 bis 1920 wurde sie als Garnisonkirche genutzt.

Die Kirche war ungewöhnlich reich mit Schnitzereien, Wand- und Deckenbemalungen ausgeschmückt. An der südlichen Außenseite der Kirche befand sich ein Standbild der Heiligen Barbara. Ein besonderes Meisterwerk der Spätgotik war das farbige Altargemälde der Barbarakirche, dessen Mittelteil erhalten ist und sich heute im polnischen Nationalmuseum in Warschau befindet. Die Flügel des Altars sind seit 1945 verschollen.

Das Kirchengebäude wurde zu Ende des Zweiten Weltkriegs bei der Schlacht um Breslau schwer beschädigt. Es wurde wieder aufgebaut und 1963 an die polnisch-orthodoxe Gemeinde übergeben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Landsberger: Breslau. Leipzig: Seemauer 1926
  • Kurt Henkel: Die St. Barbarakirche zu Breslau. Ulm 1964

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kathedrale der Geburt der seligen Jungfrau Maria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 6′ 42″ N, 17° 1′ 26″ O