Garnisonkirche

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Die ehemalige Potsdamer Garnisonkirche auf einem Gemälde aus dem Jahr 1827
Franziskanerkirche (Ingolstadt), Garnisonkirche von 1837–1945
St. Georg (Ulm), Garnisonkirche von 1904–1920
Die Mürwiker Christuskirche beim Stützpunktes Flensburg-Mürwik die 1958 errichtet wurde.

Als Garnisonkirche wird ein Kirchengebäude bezeichnet, das für das am Ort stationierte Militär (Garnison) errichtet oder mindestens zeitweise von diesem genutzt wurde. Sie wird zuweilen auch Garnisonskirche geschrieben oder als Militär- oder Standortkirche bezeichnet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in größeren Garnisonsstädten Deutschlands eigene Kirchen für das dort stationierte Militär gebaut oder schon vorhandene Kirchen als solche genutzt. Die Kirchen waren oft Eigentum des Staates.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Garnisonkirchen, soweit sie den Bombenkrieg überstanden hatten, durch örtliche Kirchengemeinden weitergenutzt. Einen Eindruck der ehemaligen Bedeutung von Garnisonkirchen zeigt der Bericht über die Einweihung der Garnisonkirche St. Georg in Ulm.

Militärpfarrgemeinden[Bearbeiten]

Abgeleitet aus der Tradition der Landsknechte, deren Fähnlein eigene politische Gemeinden waren, bildeten die Angehörigen eines Regiments ab dem 18. Jahrhundert eigene Kirchengemeinden, deren Kirchenbücher von den Feldpredigern geführt wurden. Mit der Vergrößerung der Heere ab dem 19. Jahrhundert waren die Militärgeistlichen für größere Verbände oder einzelne Garnisonen zuständig.

Für das württembergische Ehren-Invaliden-Corps wurde sogar ein eigener Friedhof angelegt.

In der Bundeswehr bestehen eigene Militärpfarrgemeinden aus den Angehörigen der jeweiligen Garnisonen, die die Pfarrkirche der örtlichen Kirchengemeinde benützen.

Beispiele[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

Polen[Bearbeiten]

Rumänien[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Garnisonkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien