Kelch (Gefäß)

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Kelch, Schlesien (1700–1710)

Der Kelch (von griech.-lat. calix: Becher) ist ein deckel- und henkelloses Gefäß, bestehend aus Cuppa (Schale), Nodus (Knauf), Stilus (Schaft) und Pes (Fuß).

Die Bezeichnung wird im gegenwärtigen Sprachgebrauch überwiegend auf den in der Liturgie gebrauchten Kelch angewendet. Für andere Bedeutungen wird das Wort, wenn es nicht poetisch benutzt wird (auch im übertragenen Sinne für Schicksal, göttliche Prüfung)[1], besser in Zusammensetzungen verwendet (Kelchglas, Kelchform, Blütenkelch). Vom Pokal unterscheidet sich der Kelch durch seine zeremonielle Funktion, vom Becher durch den hohen Fuß und vom Ziborium (Speisekelch) durch den Deckel und seine andere liturgische Bestimmung. Historisch sind Kelch und Pokal mit der Trinkschale (Kylix) der griechischen Antike verwandt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grimmsches Wörterbuch, Stichwort Kelch

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Braun: Das christliche Altargerät in seinem Sein und in seiner Entwicklung. Hueber, München 1932, S. 17–169 (Nachdruck: Olms, Hildesheim u. a. 1973, ISBN 3-487-04890-6), online.
  • Viktor H. Elbern: Der eucharistische Kelch im Mittelalter. In: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft. 17, 1963, ISSN 0044-2135, S. 1–76, 117–188 (Auch selbständig: Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, Berlin 1964), online (PDF; 70,5 MB).
  • Johann Michael Fritz, Das evangelische Abendmahlsgerät in Deutschland; Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig 2004; ISBN 3-374-02200-6

Bekannte Kelche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]