Kelch (Gefäß)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Kelch (von lat. calix) ist ein deckel- und henkelloses Gefäß, bestehend aus Cuppa (Schale), Nodus (Knauf oder Griffstück), Stilus (Schaft) und Pes (Fuß).

Die Bezeichnung wird überwiegend angewendet auf den eucharistischen Altarkelch, der eine wichtige Rolle in der Liturgie der christlichen Kirchen spielt.

Für andere Bedeutungen wird das Wort, wenn es nicht poetisch benutzt wird (auch im übertragenen Sinne für Schicksal, göttliche Prüfung)[1], besser in Zusammensetzungen verwendet (Kelchglas, Kelchform, Blütenkelch). Vom Pokal unterscheidet sich der Kelch durch seine zeremonielle Funktion, vom Becher durch den hohen Fuß und vom Ziborium (Speisekelch) durch den Deckel und seine andere liturgische Bestimmung . Historisch sind Kelch und Pokal mit der Trinkschale (Kylix) der griechischen Antike verwandt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Grimmsches Wörterbuch, Stichwort Kelch

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Braun: Das christliche Altargerät in seinem Sein und in seiner Entwicklung. Hueber, München 1932, S. 17–169 (Nachdruck: Olms, Hildesheim u. a. 1973, ISBN 3-487-04890-6), online.
  • Viktor H. Elbern: Der eucharistische Kelch im Mittelalter. In: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft. 17, 1963, ISSN 0044-2135, S. 1–76, 117–188 (Auch selbständig: Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, Berlin 1964), online (PDF; 70,5 MB).

Bekannte Kelche[Bearbeiten]