Kiehnle Kochbuch

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Das Kiehnle Kochbuch, auch Das neue große Kiehnle Kochbuch oder Das große Kiehnle Kochbuch ist ein schwäbisches Kochbuch, das seit 1921 in 9 Ausgaben erschien. Autorin der ersten Ausgabe war Hermine Kiehnle, nach der das Kochbuch benannt ist. Für die aktuelle Neubearbeitung von 2010 ist Monika Graff verantwortlich.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermine Kiehnle war die Leiterin der Kochschule des schwäbischen Frauenvereins in Stuttgart und brachte zunächst 1912 das Kochbuch des schwäbischen Frauenvereins im Eigenverlag in einer kleinen Auflage heraus. Neun Jahre später wurde 1921 das Werk unter dem Titel Kiehnle Kochbuch beim Verlag von Walter Hädecke herausgegeben. Bereits 1930 erschien eine große illustrierte Jubiläumsausgabe mit farbigen Fotografien.[1] Kiehnle brachte zudem ein Backbuch mit dem Titel Das Kiehnle-Backbuch heraus.[2]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kochbuch führt in den ersten Abschnitten in die Grundlagen der Küche ein, erklärt Zutaten und Küchengerät und erklärt die wichtigsten verwendeten Mengenangaben. Der Rezeptteil ist einerseits nach dem Kriterium Menübestandteil, aber auch nach Zutaten gegliedert. Es gibt eigene Abschnitte für Getränke, zum Backen und zum Konservieren. Am Ende des Buches finden sich Grundregeln der Ernährung, zur Vorratshaltung, sowie Ratschläge zur Gestaltung von Menüs und zur Tischdekoration.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 wurde das Kiehnle Kochbuch durch die Gastronomische Akademie Deutschlands in der Kategorie Kochen mit der Silbermedaille ausgezeichnet.[1] Es ist die dritthöchste Auszeichnung, die die Gastronomische Akademie Deutschlands jährlich an neuerschienene oder zu großen Teilen überarbeitete Bücher[3] vergeben kann.[4] Laut Angaben der Akademie soll die Auszeichnung dem Leser eine Orientierungshilfe sein, die ihm dabei helfen soll, geeignete Fachliteratur zu finden.[5]

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermine Kiehnle: Kochbuch des schwäbischen Frauenvereins … Verlag des Schwäbischen Frauenvereins, Stuttgart 1912, OCLC 46465241.
  • Hermine Kiehnle: Kiehnle-Kochbuch. Hädecke, Stuttgart 1921 (Kleine Ausgabe).
  • Hermine Kiehnle: Kiehnle-Kochbuch. Grosse illustrierte Ausgabe für die bürgerliche und feine Küche mit Haushaltungskunde. Hädecke, Stuttgart 1934, OCLC 18133339.
  • Hermine Kiehnle, Maria Hädecke: Das neue Kiehnle-Kochbuch. Grosse ill. Neuausgabe; 2365 Orig.-Rezepte. 13. Auflage. Hädecke, Weil der Stadt 1981, ISBN 3-7750-0046-1.
  • Hermine Kiehnle: Kiehnle-Kochbuch. Das grosse Grundkochbuch mit rund 2400 Rezepten. Hrsg.: Monika Graff. 2. Auflage. Hädecke, Weil der Stadt 1995, ISBN 3-7750-0488-2.
  • Hermine Kiehnle: Kiehnle-Kochbuch. Das große Grundkochbuch mit rund 2400 Rezepten. Hrsg.: Monika Graff. Hädecke, Weil der Stadt 2010, ISBN 978-3-7750-0580-7 (Neuausgabe, korrigiert und aktualisiert, überarbeitet und in neuer Rechtschreibung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stefanie Goldscheider: Kiehnle Kochbuch – Das große Grundkochbuch mit rund 2400 Rezepten – Buchbesprechung. Abgerufen am 23. Juni 2015.
  2. Hermine Kiehnle: Das Kiehnle-Backbuch. Neuausgabe Auflage. Hädecke, Weil der Stadt 1982, ISBN 3-7750-0116-6.
  3. Gastronomische Akademie Deutschlands e. V. – Literarischer Wettbewerb. In: www.gastronomische-akademie.de. Abgerufen am 23. Juni 2015.
  4. Gastronomische Akademie Deutschlands e. V. – Preisträger 1996. In: www.gastronomische-akademie.de. Abgerufen am 23. Juni 2015.
  5. Gastronomische Akademie Deutschlands e. V. – Literarischer Wettbewerb. In: www.gastronomische-akademie.de. Abgerufen am 23. Juni 2015.