Kitamura Kigin

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Kitamura Kigin, 1907

Kitamura Kigin (jap. 北村 季吟; * 19. Januar 1624 in Kitamura, Yasu-gun, Provinz Ōmi (heute: Yasu, Präfektur Shiga); † 4. August 1705) war ein japanischer Haikai-Dichter und Gelehrter.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aus einer Arztfamilie stammende Kitamura war Schüler von Yasuhara Teishitsu und dessen Lehrer Matsunaga Teitoku.[2][3]

Mit 23 Jahren veröffentlichte er unter dem Titel Yama no i eine Sammlung mit haikai, wodurch er als Mitglied der Teitoku-Schule bekannt wurde.[4] Neben eigenen Haikais verfasste er Kommentare zu klassischen Werken der japanischen Literatur wie dem Ise Monogatari, Makura no Sōshi, Genji Monogatari und Tsurezuregusa. Seinen ersten Kommentar verfasste er mit 29 Jahren zum Yamato Monogatari. Sein bekanntester Schüler war der Haiku-Dichter Matsuo Bashō.[5][3]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yama no i (山之井)
  • Yamato monogatari-shō
  • Ise monogatari shūsuishō (伊勢物語拾穂抄)
  • Genji monogatari kogetsushō (源氏物語湖月抄)
  • Inagoshū
  • Hakai umoregi
  • Iwa tsutsuji[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 北村季吟. In: デジタル版 日本人名大辞典+Plus bei kotobank.jp. Kodansha, abgerufen am 22. Dezember 2011 (japanisch).
  2. Claudia Waltermann: Die bebilderte haikai-Anthologie Kagebôshi (1754). Edition und Analyse. Harrassowitz, 2006, ISBN 3-447-05312-7, S. 41 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b Haruo Shirane: Traditional Japanese Literature: An Anthology, Beginnings to 1600. Columbia University Press, 2008, ISBN 978-0-231-13697-6, S. 11 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b Sen'ichi Hisamatsu: Biographical Dictionnary of Japanese Literature. 3. Auflage. Kodansha International, Tokio 1982, ISBN 0-87011-253-8, S. 203–204.
  5. Ekkehard May: Vormoderne Literatur. In: Klaus Kracht, Markus Rüttermann (Hrsg.): Grundriss der Japanologie. Harrassowitz, 2001, ISBN 3-447-04371-7, S. 73 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Kitamura der Familienname, Kigin der Vorname.