Klára Herczeg

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Klára Herczeg, auch Claire Weiss(-Herczeg) (* 13. Oktober 1906 in Budapest; † 6. August 1997), war eine ungarische Bildhauerin. Sie ist die Stifterin des Klára-Herczeg-Preises, der jährlich von der Young Artists Foundation verliehen wird.

Klára Herczeg verbrachte ihre Kindheit in Wien und begann dort eine Bildhauerlehre in der Arsenal-Gießerei. Von 1924 bis 1928 besuchte sie die Ungarische Akademie der Bildenden Künste in Budapest, wo sie von Zsigmond Kisfaludy Strobl unterrichtet wurde.

Nach dem Abschluss ihres Studiums lebte sie von 1929 bis 1930 ein Jahr lang in Berlin und erstellte Porzellanfiguren, unter anderem für das Unternehmen Rosenthal. Danach zog sie nach Paris und wurde dort von Charles Despiau bis 1933 unterrichtet, während sie weiterhin Porzellanfiguren für verschiedene Unternehmen entwarf.

Nach 1933 und mit Unterbrechungen bis zu ihrem Tode lebte sie in Budapest, wo sie 1937 auch heiratete. Die Ehe blieb kinderlos.

Lebenswerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statue des ungarischen Dichters Attila József in Mako, ein Werk von Klára Herczeg[1]
Klára Herczegs "Junior Statue" (ungarisch: Öcsi szobor) in Makó

Ihre Werke wurden seit 1925 ausgestellt. 1937 nahm sie an der Pariser Weltausstellung teil und 1939 an der Weltausstellung in New York. Etwa 30 ihrer Skulpturen befinden sich in Budapester und weiteren ungarischen Museen. Auch im Ausland werden ihre Werke ausgestellt, zum Beispiel im Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg.

Die in den Jahren 1930 bis 1940 geschaffenen Porzellan- und Keramik-Figuren wurden nie in Ausstellungen gezeigt oder erwähnt, nicht einmal in ihrer letzten Ausstellung, die 1996 aus Anlass des 90-jährigen Jubiläums im Petöfi Iradolmi Museum in Budapest stattfand. Ihre Porzellan- und Keramikfiguren erscheinen jedoch immer wieder auf Kunstauktionen. Sie entwarf nachweislich mehr als die hier erwähnten 183 Figuren namhafter Porzellan- und Keramik-Fabriken:

  • 1930–1940: 65 für Goldscheider
  • 1931–1939: 14 für Hutschenreuther
  • 1932–1939: 25 für Bing & Grøndahl
  • 1932–1957: 52 für Rosenthal
  • 1936: 7 für Herend
  • 1937–1938: 15 für Metzler & Ortloff.

Zwischen 1940 und 1997 experimentierte sie mit zahlreichen Materialien, wie Bronze- und Aluminiumguss, Stein und Ton. Themen ihrer Monumentalplastiken, Kleinplastiken, Porträts und Plaketten waren die Soziologie, Religion, Mythologie und Sagen.

Klára-Herczeg-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrem Testament setzte Klára Herczeg die Young Artists Foundation in Budapest als Erben ein. Zweck der Stiftung ist es, Künstler am Beginn ihrer Karriere und Künstler in fortgeschrittenem Alter zu unterstützen. Der Verwaltungsrat der Stiftung beschloss, den Preis nach der Erblasserin zu benennen.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Hoever: Porzellan von Claire Weiss. In: Trödler & Sammeln (heute Sammler Journal). Nr. 199. Gemi Verlags GmbH, Juni 1996, S. 36–41.
  • Klára Herczeg: Herczeg Klára szobrász, Munkácsy-díjas. Sculptress, Munkácsy prizewinner. Hrsg.: Ida Kovács. Láng Kiadó Holding Rt., 1996, ISBN 963-7840-99-0. (ungarisch/englisch)
  • Klára Herczeg: Munkácsy-díjas szobrászművész plakettjei és kisplasztikái. Hrsg.: Antal Tóth, Jenő Sándor Vass. 1993, ISBN 963-450-147-8 (Katalog einer Ausstellung in Sopron). (ungarisch)
  • Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider - Firmengeschichte Und Werkverzeichnis Historismus, Jugendstil, Art Deco,1950er Jahre. Goldscheider: History of the Company and Catalogue of Works. Arnoldsche Verlagsanstalt GmbH, 2008, ISBN 978-3-89790-216-9. (deutsch/englisch)
  • Klára Herczeg: Herczeg Klára szobrászművész kiállítása. Hrsg.: Magyar Nemzeti Galéria, Ungarisches Nationalmuseum. 1981, ISBN 963-7431-59-4. (ungarisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klára Herczeg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spaziergang in Mako
  2. History of the Klára Herczeg Prize (englisch)