Kleine Pechlibelle

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Kleine Pechlibelle
Kleine Pechlibelle (Ischnura pumilio), männlich

Kleine Pechlibelle (Ischnura pumilio), männlich

Systematik
Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
Überfamilie: Coenagrionoidea
Familie: Schlanklibellen (Coenagrionidae)
Unterfamilie: Ischnurinae
Gattung: Pechlibellen (Ischnura)
Art: Kleine Pechlibelle
Wissenschaftlicher Name
Ischnura pumilio
(Charpentier, 1825)
Weibchen der Kleinen Pechlibelle.

Die Kleine Pechlibelle (Ischnura pumilio) ist eine Libelle aus der Familie der Schlanklibellen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleine Pechlibelle ist knapp 3 cm lang und hat eine Flügelspannweite von 3,5 cm. Kurz vor dem Hinterleibsende befindet sich beim Männchen eine blaue Zeichnung. Während sich diese bei der sehr ähnlichen Großen Pechlibelle auf dem 8. Hinterleibssegment befindet, ist bei der Kleinen Pechlibelle das 9. Hinterleibssegment sowie der Hinterrand des 8. Segmentes blau. Die Art erscheint je nach Alter und Entwicklungsstand in verschiedenen Farbvarianten, das Weibchen ist zunächst meist rot-orange und wird dann hell- oder olivgrün (in seltenen Fällen blau), das Männchen ist zunächst weißlich, färbt sich dann jedoch gelblich-grün und wird dann blau. Zudem hat das Männchen zweifarbige, schwarz-weiße Flügelmale.

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art zählt zu den Erstbesiedlern stehender Gewässer, ideal sind flache, vegetationsarme Gewässer. Bei stärker werdender Vegetation und Sukzession verschwinden die Vorkommen meist wieder. Sie kommt in Europa inselartig vor und fehlt im Norden ganz. Im Osten findet man sie von Kleinasien bis nach Sibirien, südlich reicht die Verbreitung bis Marokko. Auf den Azoren und auf Madeira sind Vorkommen bekannt.

Häufigkeit und Schutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unregelmäßig, in Mitteleuropa nur an wenigen Stellen häufig. Es handelt sich um eine bedrohte Art. Wie alle Libellen ist die Art durch die Bundesartenschutzverordnung "besonders geschützt".

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flugzeit ist von Ende Mai bis Anfang September, im Süden Europas beginnt die Flugzeit teilweise schon im März. Paarung und Eiablage geschehen wie bei der Großen Pechlibelle. Im Süden gibt es teilweise pro Jahr zwei Generationen. Die Flugzeit wird durch Schlechtwetterperioden oft negativ beeinflusst.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helgard Reichholf-Riehm: Insekten. 1984, München
  • Klaas-Douwe B. Dijkstra: Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe, British Wildlife Publishing, Gillingham, 2006, ISBN 978-0953139941

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kleine Pechlibelle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien